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Borna Baustart nach dem Frost: Erste Aufträge für Feuerwehrgerätehaus Großstolpen vergeben
Region Borna Baustart nach dem Frost: Erste Aufträge für Feuerwehrgerätehaus Großstolpen vergeben
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21:02 20.04.2018
Die Planzeichnung für das Feuerwehrgerätehaus Großstolpen. Quelle: Ingenieurbüro Gräber
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Groitzsch

Es geht jetzt richtig los vor Ort mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus Großstolpen. Zumindest wenn der Frost aus dem Boden ist. Der Groitzscher Stadtrat hat Donnerstagabend die ersten wesentlichen Bauaufträge erteilt – „damit nun endlich auch etwas zu sehen ist“, wie Bürgermeister Maik Kunze (CDU) sagte. Eine knappe Million Euro wird das Projekt kosten.

Warten auf die Fördermittel

Inzwischen laufen die Vorbereitungen gut fünf Jahre. Schon Anfang 2013 war davon gesprochen worden, dass das alte Gerätehaus nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Nach mehreren Entwürfen und der Suche nach einem geeigneten Standort nickten Stadtverwaltung, Kameraden und das Ingenieurbüro Gräber als Planer das endgültige Projekt im Sommer 2016 ab. Dann ließen die Fördermittel auf sich warten; eine allgemeine Zusage gab es zwar schnell, doch bis zum Bescheid dauerte es, der kam erst Ende 2017.

Nach dem Abriss der Werkstatt des Landwirtschaftsbetriebes Agross im vergangenen Winter ist am Dorfplatz das Areal frei für den Neubau. Der besteht aus einer Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen sowie einem zweigeschossigen Sozialtrakt. Dieser nimmt die Umkleideräume und Sanitäranlagen für die Männer und Frauen der aktiven Wehr und im Obergeschoss einen Schulungsraum auf.

Auch ein Lager-Anbau und eine Werkstatt gehören dazu. Für das Bauvorhaben sind im Doppelhaushalt der Stadt 915 000 Euro eingestellt, bei einem Zuschuss von 360 000 Euro.

Stadtrat vergibt Aufträge

In der Stadtratssitzung wurde nun das bereits aktive Büro Gräber aus Zeitz mit der weiteren Planung einschließlich der Bauüberwachung beauftragt. „Über den Winter haben wir die Ausschreibungen durchgeführt“, sagte Bürgermeister Kunze. „Jetzt vergeben wir die ersten Lose. Und wenn es Wetter und Boden zulassen, kann es losgehen.“

Die Entwässerungs- und Gründungsarbeiten übertrug das Gremium ans Baugeschäft Ralf Gallasch aus Schönstädt, Gemeinde Lossatal (im Norden des Landkreises). Die Firma gab mit gut 153 000 Euro das günstigste Angebot von vier Unternehmen ab, nachdem acht die Unterlagen angefordert hatten. Zudem hatte Groitzsch beim Neubau der Sporthalle an der Schletterstraße schon gute Erfahrungen mit den Muldentalern gesammelt.

Ebenfalls schon für die Stadt tätig war der Auftragnehmer für das Los Rohbau. „Und derzeit leistet die Firma Wolf Bauunternehmen aus Göpfersdorf gute Arbeit am Sportlerheim“, sagte Kunze. „Da machen wir keinen falschen Griff.“ Zumal das Angebot von fast 199 000 Euro das günstigste in einem Quartett war, sodass dem Stadtrat (fast) keine andere Wahl blieb; der teuerste Preis lag bei fast 304 000 Euro.

Weitere Vergaben folgen

Für weitere Gewerke sollen demnächst die Vergaben erfolgen. Dass die Feuerwehrleute in Großstolpen auf die Fertigstellung in diesem Jahr hoffen, weiß er, sagte der Bürgermeister später. Er müsse ihre Euphorie aber etwas bremsen und ihnen bei ihrer Jahreshauptversammlung Freitagabend mitteilen, dass der Einzug nach dem aktualisierten Bauablauf erst 2019 möglich sein wird.

Stadtwehrleiter Norbert Keil ist zunächst einmal froh, dass es endlich losgeht mit den Neubau. „Das Projekt ist wichtig für die Ortswehr“, sagte er am Donnerstagabend. Er hatte – wie auch zwei Großstolpener Kameraden – die Ratssitzung als Gast verfolgt. „In meiner Funktion will ich doch sehen, wie die Stadträte in Belangen der Feuerwehr entscheiden.“

Von Olaf Krenz

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