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Bebauungsplan für Wohnanlage Großstorkwitz wird aufgehoben

Mäßiges Interesse Bebauungsplan für Wohnanlage Großstorkwitz wird aufgehoben

Das Projekt "Wohnanlage Großstorkwitz" ist gestorben. In seiner jüngsten Sitzung hob der Pegauer Stadtrat den Bebauungsplan für das Areal auf. Für die 30 Grundstücke gab es zu geringe Nachfragen, zudem wären archäologische Grabungen nötig gewesen. Einen Ersatz gibt es bereits.

Im Pegauer Stadtrat beschlossen: In Großstorkwitz wird es kein neues Wohngebiet geben.

Quelle: Peter Krischunas

Pegau. Wie andere Kommunen auch ist Pegau mittlerweile ein beliebter Wohnort für Familien geworden, die die Nähe zur Stadt Leipzig schätzen, aber lieber etwas ruhiger leben als im Großstadtgetümmel. Dennoch hat der Pegauer Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Bebauungsplan Wohnanlage Großstorkwitz aufzuheben. Grund für diese Entscheidung ist die mangelnde Nachfrage nach Grundstücken in dem Gebiet.

Initiiert von Investoren, war der B-Plan 1995 aufgestellt und vom damaligen Rat beschlossen worden. Etwa 30 Grundstücke sollten veräußert werden. „doch es gab seitdem nur sehr spärlich Anfragen“, sagt Bauamtsleiter Gunther Grothe. Mit anderen Worten: „Das Gebiet dümpelt seit 20 Jahren so vor sich hin.“ Den Grund dafür sieht die Stadtverwaltung in der Lage der Ortschaft. Großstorkwitz sei nicht so gut an Einkaufsmöglichkeiten und Kinderbetreuungseinrichtungen angeschlossen wie andere Baugebiete der Stadt. „Zudem wären 30 neue Häuser für Großstorkwitz einfach viel zu viel“, erklärt der Bauamtsleiter.

Allerdings ist der Stadt der B-Plan immer wieder sozusagen auf die Füße gefallen, wenn die Verwaltung neue und besser angebundene Baugebiete ausweisen wollte. „Wenn wir neue Flächen schaffen wollen, müssen wir alte, nicht gebrauchte Flächen zurückbauen, zum Beispiel Weideflächen oder eben nicht nachgefragte Areale, die einst für Eigenheime gedacht waren“, macht Grothe deutlich.

Neben der geringen Nachfrage hat den Stadtrat noch ein weiterer Aspekt bewogen, den B-Plan – nach Abstimmung mit dem Ortschaftsrat – aufzuheben. Um das Gebiet überhaupt erschließen zu können, wären umfangreiche archäologische Grabungen notwendig gewesen, „denn Großstorkwitz ist eine hochwertige Verdachtsfläche für historische Fundstücke“, betont der Bauamtschef. Doch die Grabungen hätten die Erschließungskosten in ganz andere Dimensionen getrieben als bisher angedacht.

Der Bebauungsplan Pegau-West dient zukünftig als Ersatz für den in Großstorkwitz. Und schon jetzt ist die Nachfrage für Pegau-West deutlich größer. Hier entstehen in absehbarer Zeit 17 bis 18 Grundstücke, auf denen Einfamilienhäuser errichtet werden können. Eine Parzellierung des gesamten Areals gibt es laut Grothe noch nicht, nun beginne erst einmal die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Der B-Plan könne dann voraussichtlich ab Anfang Oktober ein zweites Mal öffentlich ausgelegt werden. Vier Wochen haben Bürger und Anwohner dann Zeit, Anmerkungen dazu abzugeben.

Julia Tonne

Großstorkwitz 51.188742 12.267712
Großstorkwitz
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