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Borna Begegnungen mit Vielfalt – neue Ausstellung ab 18. August im Museum Borna
Region Borna Begegnungen mit Vielfalt – neue Ausstellung ab 18. August im Museum Borna
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12:27 10.08.2016
Eberhard Herrmann stellt ab 18. August im Museum Borna Bilder, Skulpturen, Installationen und Fotografien aus. Quelle: Foto: Oliver Becker
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Borna


„Mich interessieren die Begegnung und Kommunikation zwischen Leuten, die kleinen Gesten im Miteinander und ihre Darstellung“, sagt Herrmann. Auf seinen großflächigen Gemälden, die er Begegnungsbilder nennt, sind gesichtslose Köpfe zu sehen, die auf verschiedene Weisen miteinander verbunden sind. „Früher hatten die auch Gesichter, heute reicht es mir, nur durch Kopfstellungen, Gesten auszudrücken.“ Begegnung, das aufeinander Zugehen, ist für den Künstler ein zentraler Baustein im eigenen Leben, aber auch bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. „Egal welche Hautfarbe oder kultureller Hintergrund – ohne ein gewisses Verständnis für den Anderen, wird es nicht gehen“, sagt er.

Auf eine Stil-Richtung oder eine Darstellungsform will sich Herrmann weder im Atelier noch bei der Ausstellung festlegen. „Ich schweiße Stahl, arbeite mit Sandstein, säge Holz und male. Ich habe mich nie nur als Bildhauer oder Maler gesehen, war nie auf nur ein Medium begrenzt.“ Die Besucher, die zur Ausstellung kommen erwarte Vielseitigkeit – „Metallgestaltung, Bildhauerei, Malerei – da ist von allem etwas dabei.“ Diese Vielfalt tue ihm als Person und der Kunst gut, sie sei zudem spannend in der Betrachtung.

Neben Bildern zeigt er Holzschnitte mit Personen, präsentiert Experimente mit Metall, geschweißte Objekte aus Stahl in Wellenform. „Die Leute wollen immer etwas zum einordnen: Was ist das, fragen sie?“ Bei den Installationen spiele jedoch die Ästhetik eine wesentliche Rolle und sei es interessanter zu fragen: Warum ist die Oberfläche so genarbt? Wie hat der Künstler das gemacht? Wie stehen die Figuren zueinander?

Mit seinen Fotografien lässt der Ex-Dozent einer Leipziger Kunsthochschule die Zeit Revue passieren, als er noch Workshops für Studenten auf seinem Künstlerhof in Dreiskau-Muckern gegeben hat. „Sie dokumentieren den Gesang, die Lyrik, Malerei, Skulpturen – all das, was hier einst stattgefunden hat.“ Auch mit seinen anderen Kunstwerken verarbeitet er diese Zeit der Begegnungen.

Was soll der Besucher mitnehmen? „Ideal wäre es, wenn er sagt: Da macht einer was, das ich noch nicht gesehen habe. Die Stunde hat sich gelohnt.“ Die Vernissage ist am 18. August um 18 Uhr im Museum Borna.

Von Oliver Becker

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