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Borna Begehbares Modell des Neuseenlandes zu sehen
Region Borna Begehbares Modell des Neuseenlandes zu sehen
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08:25 18.10.2016

Die Schau anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Brikettfabrik könnte auch ein wichtiger Schritt zur Schaffung eines Bergbaudokumentationszentrums sein.

 Vor genau 100 Jahren wurde die Brikettfabrik Witznitz in Betrieb genommen. Die Braunkohle kam aus dem benachbarten Tagebau Witznitz. Während der Betriebsdauer bis zum Jahr 1992 wurden 38 Millionen Tonnen Brikett sowie Elektroenergie für den Eigenbedarf und das Landesstromnetz erzeugt. Nach der Stilllegung wurde das Fabrikgebäude saniert. Es wurde zu einem "Kulturgenerator", in dem auch innerhalb des seinerzeitigen Bornaer Musiksommers anspruchsvolle Veranstaltungen über die Bühne gingen. Seit einigen Jahren ist es ruhig um das historische Bauwerk geworden, so dass die Jubiläumsschau gerade zur rechten Zeit kommt. Unter dem etwas sperrigen Titel "Tage.Bau.Land.Schaf(ten" soll die Bergbaugeschichte der Stadt und der Region beleuchtet werden, teilt Bürgermeister Frank Stengel mit. Es ist eine Art Startschuss für ein Dokumentationszentrum für Bergbaugeschichte, wie es der SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende Dietmar Stein und Thomas Krafcyk, Mitarbeiter der CDU-Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf, ebenso im Blick haben wie Ulrich Stein, der als Kopf der Standortinitiative Wurzen Erfahrungen bei der Vorbereitung von Ausstellungen, speziell zur Industriegeschichte, hat.

 Mit der Machbarkeitsstudie, die vom Kommunalen Forum Südraum Leipzig in Auftrag gegeben wurde, liege seit drei Jahren ein inhaltliches Konzept vor, so Stengel. Seit Jahren sammelten Vereine und Einrichtungen wie das Museum, der Heimatverein des Bornaer Landes und der Bergbau-Technik-Park Zeugnisse der Bergbaugeschichte.

 Die Ergebnisse dieser Initiative sollen in Witznitz vom 17. Mai bis zum 14. Juli in der ehemaligen Schaltwarte gezeigt werden. Dabei stehe der soziale und wirtschaftliche Wandel der Stadt und der Region im Mittelpunkt. Auf mehr als 400 Quadratmetern sind zahlreiche Exponate wie ein begehbares Modell des Neuseenlandes zu sehen. In die Schau fließen auch Ideen von Experten wie dem langjährigen Leiter des Länderbereichs Westsachsen/Thüringen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV), Rudolf Lehmann, mit ein, erklärte Stengel weiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.03.2013

Nikos Natsidis

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