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Borna Bei Neukieritzsch: 250-Kilo-Bombe im Tagebau Peres entschärft
Region Borna Bei Neukieritzsch: 250-Kilo-Bombe im Tagebau Peres entschärft
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17:30 21.03.2016
Diese 250-Kilo-Fliegerbombe haben die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Abbaufeld Peres entschärft. Quelle: Mibrag
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Neukieritzsch

Im Tagebaugebiet Vereinigtes Schleenhain ist am Montagvormittag eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Mitarbeiter der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) hatten sie auf der Abbautrasse des Schaufelradbaggers 1528 im Feld Peres entdeckt, daraufhin die Arbeiten eingestellt und die Polizei informiert. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärfte dann den Blindgänger gegen 13.15 Uhr.

Wie Sprecherin Birgit Höhn von der Polizeidirektion Leipzig mitteilte, war die fünf Zentner schwere Bombe englischer Bauart gegen 9.30 Uhr entdeckt worden. Die Entschärfung des Munitionsfundes sei zunächst nicht möglich gewesen, sodass die angeforderten Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus Dresden den Sprengkörper kontrolliert zur Explosion bringen wollten. Dann jedoch klappte es doch mit einer Demontage des Zünders, wodurch auf die geplante – und teils schon vermeldete – Sprengung verzichtet werden konnte. Auf der zuvor gesperrten Bundesstraße 176 zwischen Neukieritzsch und Groitzsch rollte danach der Verkehr wieder. „Die Sperrung wurde gegen 13.30 Uhr aufgehoben“, so Höhn. Evakuierungen waren aufgrund der Entfernung zu Bebauungen nicht erforderlich gewesen.

Die Bombe lag in etwa acht Meter Tiefe im ersten Abraumschnitt des Baggers, erklärte Mibrag-Pressesprecherin Sylvia Werner. Bis dahinunter reichen die vorbereitenden Arbeiten vorm Braunkohleabbau dann doch nicht, fügte sie hinzu. „Dabei gibt es, ehe der Bagger zum Einsatz kommt, nicht nur archäologischen Untersuchungen. Auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst überprüft das Gelände“, so Werner. Das sei aus Sicherheitsgründen erforderlich, weil natürlich bekannt ist, dass es im Bereich Peres zahlreiche Bombenabwürfe im Zweiten Weltkrieg gegeben hatte. „Und es ist ja dabei auch schon viel rausgeholt worden. Doch diese Bombe lag wohl zu tief für diese frühe Kontrolle.“
Um schließlich bei dem Braunkohlenabbau selbst möglichst keine böse Überraschung zu erleben, beobachten der Baggerfahrer und sein Team natürlich den Boden vor ihrem Gerät, erklärte die Mibrag-Sprecherin. Dabei suchen sie vor allem nach metallischen und anderen Fremdkörpern. In der Regel hält sich dabei ein Mitarbeiter ganz vorn am Schaufelrad auf. „Was sicherlich nicht ganz ungefährlich ist“, gestand Werner.

Zum Glück, fügte sie hinzu, konnten die Beamten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Bombe doch entschärfen, indem sie den mechanischen Zünder entfernten. Nach dem Abtransport des Blindgängers liefen die Arbeiten problemlos weiter.

Von Benjamin Winkler und Olaf Krenz

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