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Bei den „Kleinsteins“ zieht Leben ein – Kinderkrippe in Borna-Nord ist fertig

Neueröffnung Bei den „Kleinsteins“ zieht Leben ein – Kinderkrippe in Borna-Nord ist fertig

Nachdem die Stadt Borna den Bevölkerungsrückgang in vorigen Jahr erstmals stoppen konnten, investiert sie jetzt in Kindereinrichtungen. Eine neue Krippe im Wohngebiet Nord soll den Bedarf an Betreuung für Kinder im Alter von einem bis vier Jahre decken. Bei den Kleinsteins, so der Name der Einrichtung, soll es keine Grenzen geben.

Susen Szech bereitet im Schlafraum der neuen Kinderkrippe in Borna-Nord die kleinen Betten her – am Dienstag kommen die ersten Kinder.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Sie haben in den zurückliegenden Wochen Möbel aufgebaut, Betten bezogen, Spielsachen eingekauft und Elterngespräche geführt. Blond und brünett, jung und erfahren, voller Vorfreude, aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt starten heute fünf Erzieherinnen in den Alltag der neuen Kinderkrippe „Die Kleinsteins“ in Borna-Nord. Neun Kinder kommen ab heute zur Eingewöhnung in die neue Einrichtung. Nach mehrmonatiger Bauzeit schallt dann erstmals fröhlicher Kinderlärm durch den Flachbau. „Für uns ist das eine tolle Chance“, sagte Carolin Reimann. Die staatlich anerkannte Kindheitspädagogin ist die Chefin der Kleinsteins. Mit ihren 24 Jahren liegt sie im Hauptfeld der staatlich anerkannten Erzieherinnen, die ab Dienstag die Betreuung in der Einrichtung übernehmen. Mit 22 Jahren sind Sarah Frauendorf und Isabel Eisenschmidt die Jüngsten. Die 28-jährige Susen Szech ist bereits einige Jahre länger im Beruf. Im Spiel mit den Kindern bringt die 54-jährige Christine Hentschel wohl die meiste Routine mit. „Wir haben das Team komplett neu zusammengestellt“, sagte Viola Heinig, im Kreisverband Borna der Volkssolidarität für die Kindereinrichtungen verantwortlich.

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Großzügig geschnittene Räume, kräftige Wandfarben, Möbel aus Holz und bunte Armaturen in der Wasserlandschaft gehören zum neuen Domizil der Kleinsteins. So taufte die Volkssolidarität die neue Krippe in Borna-Nord. Fünf Erzieherinnen sind heute vor Ort, wenn die Krippe erstmals aufgeschlossen wird.

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Im Flachbau mit bodentiefen Fenstern empfangen kräftige Farben und Möbel aus Holz die künftigen Besucher. Silhouetten einer Stadt, von Mond und Wolken, Obstbäumen sowie Käsehäppchen mit Maus sollen die Orientierung für die Kinder erleichtern. Wickeltische in Apfelform dienen dazu, dass sich Eltern und Kinder beim An- und Ausziehen auf Augenhöhe begegnen. „Wir leben ein offenes Konzept“, sagte Reimann. Vier große Räume wurden thematisch gestaltet. So gibt es einen Bauraum, einen Kreativraum, das Spielzimmer und den Bewegungsraum. Je nach eigenen Vorlieben haben die Frauen die Kompetenzen aufgeteilt. Als Trainerin des Turnnachwuchses beim SV Borna hat Eisenschmidt den Bewegungsraum übernommen. Mit Erfahrungen aus der Roten Garde von Geithain konnte sich Frauendorf für den Kreativraum empfehlen. Finger- und Puppenspiel liegen Hentschel besonders. Im Bauraum macht Szech den Vorarbeiter. „Es ist toll, dass jeder einbringen kann, was ihm besonders liegt“, sagte Frauendorf. Gegessen wird im Kinderrestaurant. Frühstück und Vesper werden in der Krippe selbst zubereitet, das Mittagessen liefert ein Caterer.

Die neue Kinderkrippe, die gegenüber des Rudolf-Harbig-Stadions entstand, ist eine Investition von rund 1,7 Millionen Euro. Obwohl rund eine Million Euro Fördermittel und ein kommunaler Eigenanteil von 700 000 Euro in den Bau flossen, fungiert die Stadt nicht als Eigentümer. Sie mietet das Gebäude vom privaten Bauunternehmer Michael Niessen zurück. Das sorgte vor allem im Stadtrat für Kritik an der Transparenz dieser Investition.

Auch die Nähe zum unmittelbar angrenzenden Netto-Markt sorgte für Unmut. Mit einem Zaun aus Bambusmatten sollten Fahrzeuglärm und neugierige Blicke von den Kindern ferngehalten werden. Das ist Heinig zufolge nicht ganz gelungen und vom Landesjugendamt beanstandet worden. „Hier muss seitens des Investors nachgebessert werden“, so die Mitarbeiterin der Volkssolidarität.

Von Birgit Schöppenthau

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