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Bergbauunternehmen Mibrag investiert zwei Millionen Euro in neue Technik

Profen Bergbauunternehmen Mibrag investiert zwei Millionen Euro in neue Technik

Zwei Millionen Euro hat das Bergbauunternehmen Mibrag in den vergangenen Monaten investiert, nun ist die neue Signal- und Stellwerkstechnik in den Betrieb gegangen. Diese Modernisierung gehört zu einem Investitionsprogramm der Mibrag, das sich allein im Jahr 2015 auf mehr als 56 Millionen Euro belief.

In den Bahnbereich hat die Mibrag zwei Millionen Euro investiert. Die Summe war nötig, um die Relais auf moderne elektronische Technik umzustellen.

Quelle: Julia Tonne

Profen. Zwei Millionen Euro hat das Bergbauunternehmen Mibrag in den vergangenen Monaten investiert, nun ist am Donnerstag die neue Signal- und Stellwerkstechnik in den Betrieb gegangen. Diese Modernisierung gehört zu einem Investitionsprogramm der Mibrag, das sich allein im Jahr 2015 auf mehr als 56 Millionen Euro belief.

Es war gerade einmal ein kleiner Mausklick, mit dem der kaufmännische Mibrag-Geschäftsführer Bernd-Uwe Haase und Ralf Molkenthin von Siemens im Stellwerk 19 in Profen den Bahnbetrieb auf modernste Technik umstellten. „In den vergangenen sieben Monaten wurde der komplette Bahnbereich durch die Spezialisten von Siemens erneuert“, erläuterte Haase am Donnerstag. Hinter den etwa 100 Mitarbeitern sowohl bei der Mibrag als auch bei Siemens lägen mehrere Wochen höchster Konzentration. Während des laufenden Fahrbetriebs seien sowohl der Aufbau als auch die Funktionsprüfung der neuen Innenanlagen der Stellwerke 17 und 19 parallel zu der noch in Betrieb befindlichen Relaisanlage vorgenommen worden. Innerhalb von zwei Schichten sei dann die Umschaltung auf die neue Technik erfolgt.

Auf mehr als 80 Gleiskilometern verbindet die Werksbahn des Tagebaus Profen die Förderstätte mit den Kunden. Täglich werden etwa 40 Züge am Kohlemisch- und Stapelplatz abgefertigt. „Das stellt hohe Ansprüche an die 90 fernbedienten Weichen und knapp 250 Lichtsignale entlang der Strecke“, macht Haase deutlich. Für Jürgen Korth, Direktor Technische Dienste, ist die Modernisierung ein Meilenstein. „Jetzt können wir die beiden Stellwerke am Monitor per Maus und Tastatur bedienen“, begründet er. Zudem garantiere das neue System eine höhere Verfügbarkeit und Sicherheit. „Durch die sichere Bedienung und Überwachung der Signaltechnik kann kontinuierlich auch künftig eine hohe Beladeleistung erreicht werden“, so Korth weiter.

Ralf Molkenthin von Siemens (links) und Bernd-Uwe Hasse von der Mibrag nehmen die Technik in Betrieb

Ralf Molkenthin von Siemens (links) und Bernd-Uwe Hasse von der Mibrag nehmen die Technik in Betrieb.

Quelle: Julia Tonne

Laut Molkenthin, Vertriebsbeauftragter von Siemens, und Projektleiter Matthias Drews sei die nun angeschlossene Technik etwa zwischen 20 und 30 Jahre lang einsatzfähig. So weit wie möglich sei die bisherige Technik in die neue integriert worden. „Die jetzt eingebaute Technik ist außerdem modular, das heißt, dass man in Zukunft beispielsweise noch weitere Stellwerke darüber bedienen könnte“, macht Drews deutlich.

Allein diese Umstellung hat sich die Mibrag zwei Millionen Euro kosten lassen. Im Investitionsprogramm des Jahres 2015 war das allerdings nur ein Bruchteil der gesamte Summe von 56 Millionen Euro. Die wichtigsten Neuerungen waren dabei der Baustart für den Massenverteiler im Tagebau Vereinigtes Schleenhain und für die Erweiterung der Hauptwasserhaltung Predel um eine Grubenwasserreinigungsanlage sowie die Nachrüstung der Kraftwerksanlagen in Deuben für mehr Emissionsschutz. „Mehr als 60 Prozent der Aufträge für die Maßnahmen gingen an Unternehmen in Mitteldeutschland“, erklärt Sylvia Werner, Sprecherin des Bergbauunternehmens.

Bei der bisherigen Technik war die Fehlersuche zuweilen sehr mühselig

Bei der bisherigen Technik war die Fehlersuche zuweilen sehr mühselig.

Quelle: Julia Tonne

Die bisherige Technik im Stellwerk fällt laut Helmut Musiala, Fachingenieur Eisenbahnsignaltechnik Bereich Bahnen, in den kommenden Wochen dem Abbau zum Opfer. „Manchmal war es schon abenteuerlich, bei den unzähligen Knöpfen und Drähten einen möglichen Fehler zu finden. Das war, als ob man die Nadel im Heuhaufen suchen würde“, sagt er. Mit der neuen Technik sei es einfacher, mögliche Fehlerquellen ausfindig zu machen.

Von Julia Tonne

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