Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Bergleute der Braunkohlenveredlung: Kampf um Auszahlung der Betriebsrente
Region Borna Bergleute der Braunkohlenveredlung: Kampf um Auszahlung der Betriebsrente
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:55 21.02.2018
Mehrere hundert Bergleute aus der Bornaer Region fordern seit Jahren die Auszahlung der Betriebsrenten. Quelle: Julia Tonne
Anzeige
Borna

Ihr Kampf um eine angemessene Rente ist noch immer nicht beendet. Jetzt kommen die Bergleute der Braunkohlenveredlung Espenhain/Borna zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen, um das Thema und die weitere Verfahrensweise erneut zu beraten. Am Freitag, 2. März, trifft sich die Solidargemeinschaft der Bergleute um 14 Uhr im Bornaer Stadtkulturhaus.

Eingeladen zu der Versammlung sind unter anderem die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf, CDU-Landtagsabgeordneter Georg-Ludwig von Breitenbuch, Rechtsanwalt Oliver Urban, Wolfgang Tiefensee, thüringischer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister, sowie Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration.

Unterstützung für die Bergleute

Sowohl Tiefensee als auch Köpping unterstützen die Bergleute in ihrer Forderung seit Jahren. Bislang jedoch ohne Erfolg. Der Solidargemeinschaft geht es um die Auszahlung ihrer Betriebsrente. Die Beschäftigen der Braunkohleveredlung erhielten zu DDR-Zeiten aufgrund der hochgradig gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen mit toxischen Gasen eine Erschwerniszulage. Diese zahlten die Werksmitarbeiter, die den unter Tage beschäftigten Bergleuten gleichgestellt waren, als eigenen Beitrag in die Rente ein.

„Diese Regelung wurde durch den Einigungsvertrag anerkannt, aber eine Fortführung der Regelung im Rentenüberleitungsgesetz nicht festgelegt“, erklärt Günter Freitag von der Gemeinschaft.

Bundestag hat Antrag abgelehnt

Allerdings hatte der Bundestag vor einem Jahr den Antrag der Fraktion Die Linke auf Wahrung der Rentenansprüche der Bergleute mehrheitlich abgelehnt. Wie es nun weitergehen kann und soll, wird ein Thema der Jahreshauptversammlung sein. Diese beginnt am 2. März um 14 Uhr. Einlass ist bereits eine Stunde früher.

Von Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In den Winterferien haben alle Mitarbeiter des Bad Lausicker Freizeitbades „Riff“ mehr als sonst zu tun. Jetzt sei Hauptsaison, sagt Betriebsleiterin Annett Koza und ermöglicht der LVZ einen Blick hinter die Kulissen: Insgesamt gibt es im Bad sechs separate Wasserkreisläufe, jeder wird ständig überwacht.

23.02.2018

Der hat es faustdick hinter den Ohren: Singer und Songwriter Falk gastierte im Kulturpark Deutzen. Der singende Kabarettist war bereits zum Liedermacherfestival „adriAkustik“ im vergangenen Jahr vor Ort, jetzt gab es ein Wiedersehen unterm Dach. Der schwarze Humor ist das Markenzeichen des jungen Sängers, der in Wuppertal geboren wurde und mittlerweile in Berlin lebt.

23.02.2018

Der Stadtrat von Rötha wird vorerst nicht über das Schicksal des Espenhainer Sportplatzes entscheiden. Derweil plädiert Abgeordneter Peter Petters für den Verkauf an eine Espenhainer Familie.

11.03.2018
Anzeige