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Borna Bergmanns Erholung: Nadelbäume stehen in Kitzscher nur noch, wo sie erlaubt sind
Region Borna Bergmanns Erholung: Nadelbäume stehen in Kitzscher nur noch, wo sie erlaubt sind
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07:00 05.01.2017
Die Gartenvereinsvorstände Hans-Peter Engelmann (v.l.), Dieter Ullmann und Klaus-Dieter Harms vor dem Lokal, dass der Verein seit drei Jahren selbst betreibt. Quelle: André Neumann
Kitzscher

Recht zuversichtlich startet der Vorstand des Gartenvereins Bergmanns Erholung in Kitzscher ins neue Jahr. Zu der guten Stimmung trägt bei, dass der Verein mit immerhin 248 Mitgliedern noch im alten Jahr die Gemeinnützigkeit für fünf Jahre zugesprochen bekam.

Das, erklärt Vorsitzender Dieter Ullmann, sei nicht selbstverständlich. Die Gemeinnützigkeit könne auch für weniger Jahre zuerkannt werden. Doch die Kommission des Kleingärtner-Regionalverbandes war bei ihrem vorangegangenen Besuch in der Anlage offenbar überaus zufrieden.

Die gute Bilanz fängt schon beim Thema Leerstand an. Wo andere Gartenvereine bis zu zehn Prozent leerstehende Parzellen verkraften müssen, sind bei der größten Anlage in Kitzscher von den 164 Gärten derzeit gerade mal fünf ohne Pächter. „Wenn Gärten frei werden, sind wir gleich hinterher“, lässt Schatzmeister Hans-Peter Engelmann keinen Zweifel daran, dass der Vorstand sich intensiv um die Angelegenheiten der Gartenanlage kümmert. Auch darum, dass die Bestimmungen des Bundeskleingartengesetzes von den Nutzern eingehalten werden.

Das schreibe zum Beispiel vor, sagt Ullmann, dass in Kleingärten keine Nadelgehölze stehen dürfen. Nun kann man sich über Sinn und Unsinn dieser Vorschrift gewiss trefflich streiten, doch in der Anlage „Bergmanns Erholung“ stehen die einzigen verbliebenen Nadelbäume dort, wo es erlaubt ist: auf dem Festplatz und auf der öffentlichen Fläche vor dem Vereinsheim „Zur Erdbeere“.

Die ehemalige Gaststätte betreibt der Verein seit drei Jahren allein und fährt gut damit, wie der Vorstand versichert. Als sich kein neuer Pächter fand, hatte Engelmann den Kleingärtnern versprochen, dass der Verein für das Vereinsheim kein zusätzliches Geld von den Mitgliedern erheben wird. Das ließ sich bis heute einhalten. In der gut ausgestatteten „Erdbeere“ finden die jährliche Frauentagsfeier und die beliebte Weihnachtsfeier für die Gärtner-Senioren statt. Das Geld für die Unterhaltung kommt durch Vermietung für Familienfeiern rein. In diesem Jahr soll außerdem noch für ein bevorstehendes Ereignis gespart werden: 2018 möchte der Verein das 70-jährige Bestehen der Gartenanlage feiern, zu der heute zwei Teile auf beiden Seiten der Trageser Straße gehören. Was zur Folge hat, dass der Verein ziemlich viele Hecken zu pflegen hat, wie auch öffentliche Wiesen. Engelmann beklagt in dem Zusammenhang, dass die Stadt den Verein kaum unterstütze.

Dieter Ullmann und seine Vorstandskollegen greifen notfalls hart durch, wenn es um die Sauberkeit und die Ordnung in der Gartenanlage geht. Diesbezüglichen Sündern droht eine extra Zahlung an den Verein von 25 Euro. Nach den zwei Begehungen im Jahr werden Gartenpächter angeschrieben, deren Parzellen unangenehm auffallen. Die meisten, sagt Engelmann, würden gleich reagieren. „Nur zwei bis drei müssen wirklich mal bezahlen“, so der Schatzmeister, der sich dann darum kümmert, dass das Geld auch wirklich in die Vereinskasse fließt. „Die wissen, dass wir hart durchgreifen“, bestätigt Fachberater Klaus-Dieter Harms. Notfalls auch mit dem Mittel der Zwangsräumung, was 2015 und 2016 nur je einmal vorkam.

„Es war für alle ein gutes Jahr“ fasst Harms zusammen. Damit das so weitergeht – auch, was den Zusammenhalt der Mitglieder betrifft – sind die Kleingärtner im März zum Frühjahrsputz aufgerufen, bei dem auch wieder die Außen- und Gemeinschaftsanlagen in Ordnung gebracht werden sollen.

Von André Neumann

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