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Berliner Bibelmobil kommt erstmals zum Lutherfest nach Borna

Historisches Stadtfest Berliner Bibelmobil kommt erstmals zum Lutherfest nach Borna

40 Bibelausgaben – darunter die kleinste Bibel der Welt, eine nachgebaute Guttenberg-Druckerpresse, eine Thesenwand und viel Anschauungsmaterial. All das bietet der Bibelbus, der zum Lutherfest erstmals nach Borna kommt und die Besucher rund um das Thema Reformation und Bibel informiert.

Bibelbus der Berliner Stadtmission soll zum Lutherfest nach Borna kommen.

Quelle: Berliner Stadtmission

Borna. Rein äußerlich ist das Bibelmobil ein umgebauter Neoplan-Skyliner Doppelstock-Reisebus mit zwölf Metern Länge, zweieinhalb Metern Breite und vier Metern Höhe. Beim genaueren Hinsehen aber entpuppt es sich als eine Bibliothek mit diversen Bibelausgaben, ein Computerkabinett, ein Klassenzimmer mit Videoleinwand, eine Bücherstube. Von der Bundesregierung zur Lutherdekade gefördert und bereits seit 2009 in 1600 Orten bundesweit unterwegs, wurde der Bus von knapp 600 000 Menschen – darunter über 10 000 Schulklassen – besucht. Zum Lutherfest, das am letzten Augustwochenende in Borna gefeiert wird, kommt der Bibelbus, der zugleich Reformationsbus ist, erstmals nach Borna. Gruppen und Einzelbesucher werden an drei Tagen vom mitfahrenden fachkundigen Personal der Berliner Stadtmission rund um die Bibel informiert.

Matthias Weismann, Superintendent im Kirchenbezirk Leipziger Land, hat das Klassenzimmer auf vier Rädern für rund 1000 Euro von der Stadtmission gebucht. Mit ihm will der Superintendent neben anderen Aktionen der Kirche und Beiträgen der Stadtverwaltung eigene inhaltliche Akzente beim Stadtfest setzen. „Die Leute sind eingeladen, sich über Luther und die Reformationsgeschichte methodisch aufbereitet zu informieren“, sagte Weismann. Der Bus sei eine besondere Attraktion, da er zum ersten Mal in den Landkreis Leipzig komme. Üblicherweise fahre dieser nur in Großstädte, um Schulklassen zu unterrichten.

Bereits kurz vor dem Fest am nächsten Donnerstagabend kommt das Bibelmobil in Borna an, dann wird es in der Kirchstraße am Martin-Luther-Lutherplatz vor dem Haupteingang der Kirche aufgebaut.

Im und um den Bus herum wird es verschiedene Aktionen geben. Zwei Mitarbeiter der Stadtmission werden sie den Gruppen am Freitag präsentieren – Schulklassen am Morgen und Kirchengruppen am Machmittag. Abends steht er Einzelbesuchern offen. Zwei weitere Gemeindemitglieder werden die Bus-Crew verstärken. „Von 7.45 bis 13.45 Uhr hat das Gymnasium am Breiten Teich das Bibelmobil gebucht – so kurz nach den Ferien sind sechs Stunden ungewöhnlich lang “, sagte Hans-Ulrich Idziaschek, Leiter des Reformationsmobils. Danach kommen die Kirchengruppen. Informiert werde zur Geschichte und Gegenwart der Reformation, die Bibel und ihre Übersetzungen, sowie die fünf Weltreligionen. „Das ist gut in den Ethik- und Religionsunterricht integrierbar“, sagte Weismann.

Neben den Gruppen-Vorträgen wird eine Thesen-Tür aufgebaut, an der jeder Besucher seine These anschlagen darf. Außerdem wird es eine Guttenberg-Presse und Setzwerkstatt geben. „Jeder kann hier selbst einen Text setzen oder eine Bibelseite drucken und mit nach Hause nehmen“, sagte Idziaschek. Doch Vorsicht: „Wer an er der falschen Stelle anfasst, kann schwarze Hände bekommen.“ Eine Aktion eher für jüngere Leute sei laut Weismann die Bibelrutsche, die ebenfalls vor dem Bus aufgebaut wird.

Im Bibelmobil kann jeder darüber hinaus stöbern – hier reihen sich Tontäfelchen aneinander, gibt es echtes Papyrus zu bestaunen, ein ägyptisches Notebook, einen Büchertisch sowie über 40 fremdsprachige Bibelausgaben – darunter die kleinste vollständige Bibel der Welt. Sie ist nur mit einem Mikroskop lesbar.

Der Bus sei laut Weismann zu all den anderen Aktionen der Kirche beim Lutherfest „eine schöne Ergänzung“. Daneben gebe es Samstagnachmittag (von der evangelisch-lutherische Kirchgemeinde auf die Beine gestellt) ein Orgelkonzert für Kinder, einen Vortrag des Stadtmuseums von Gabriele Kämpfner zur „Frauenpower in der Reformation“ sowie einen Open-Air-Gottesdienst am Sonntag. Für die Kinder werde eine mittelalterliche Strohhüpfburg aufgebaut.

Am Freitag ist der Bus von 9 bis 18 Uhr geöffnet – am Vormittag kommen bereits Schulklassen, am Nachmittag kirchliche Jugendgruppen. Danach steht er den Festbesuchern offen – am Samstag und Sonntag ist der Bus von 9 bis 18 Uhr und 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Von Oliver Becker

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