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Borna Neue Räume für Berufsfachschule der Sana Klinik
Region Borna Neue Räume für Berufsfachschule der Sana Klinik
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00:36 26.05.2018
In der Berufsfachschule steht auch Kinästhetik auf dem Stundenplan – eine schonende Variante, um Patienten zu bewegen. In dem Fall spielt Tom den Patienten. Quelle: Julia Tonne
Borna

Die Medizinische Berufsfachschule der Bornaer Sana Klinik hat seit einigen Tagen ein neues Domizil. Lehrer und Auszubildende zum Gesundheits- und Krankenpfleger lehren und lernen ab sofort nicht mehr unmittelbar auf dem Klinikgelände, sondern in der Witznitzer Werkstraße. Das bringt laut Schulleiterin Grit Höser einige Vorteile mit sich.

„Vor allem profitieren wir von den größeren Klassenzimmern“, macht Höser deutlich. Ging es bisher eng und kuschlig zu, gibt es zwischen den einzelnen Bankreihen nun wesentlich mehr Platz. Ein weiterer Pluspunkt: Für die Schüler stehen seit dem Umzug zwei Aufenthaltsräume zur Verfügung. Die gab es bislang nicht.

Wollten die angehenden Pfleger und Schwestern einfach mal eine Pause machen, blieb meist nur die Cafeteria. „Aber dort dann mal gemeinsam lernen, war nicht möglich“, sagt Tom, der während des praktischen Unterrichts gerade als „Patient“ herhalten muss, um von seinen Mitschülern richtig gelagert zu werden.

Umbau und Herausforderungen

Um aus dem einstigen Komplex der Lehmbaugruppe eine medizinische Berufsfachschule zu machen, bedurfte es einiger Vorbereitungen, es gab neue Fußböden, neue elektrische Anlagen, einen schönen Anstrich sowie eine Rampe im Eingangsbereich für Rollstuhlfahrer.

Doch trotz aller Vorteile musste Höser mit ihrem Kollegium einige Herausforderungen meistern. Denn durch den nun längeren Weg zur Klinik blieb es nicht aus, Pausen- und Unterrichtszeiten aneinander anzupassen und mit dem Klinikalltag in Einklang zu bringen.

Vorteile überwiegen für die Schulleiterin

„Das betrifft vor allem den berufspraktischen Teil der Ausbildung“, erklärt sie. Die Schüler würden sowohl im Fachkabinett, das mit in der Witznitzer Werkstraße angesiedelt ist, als auch im stationären Bereich des Klinikums den Umgang mit den Patienten lernen. „Hinzu kommt, dass es für unsere Schüler zusätzliche Sportstunden gibt, die sie in der Klinik beispielsweise in der Physiotherapie für Rückentraining nutzen.“

Doch für die Schulleiterin überwiegen die Vorteile. Das neue Gebäude heize sich gerade in den Sommermonaten nicht so sehr auf, außerdem sei es deutlich leiser während des Unterrichts.

Nur Essensversorgung noch ungelöst

Zum neuen Domizil gehören neben einem großen Sekretariat samt Konferenzbereich und zusätzlichen Lehrerzimmern auch ein Schulungsraum und ein Lager, in dem die Bibliothek ihren Platz gefunden hat. „Nur die Essensversorgung ist noch ungeklärt, bisher konnten die Schüler in der Cafeteria essen“, sagt Höser.

Trotz der umfangreicheren Räumlichkeiten ist es nach ihrer Aussage aber nicht möglich, zukünftig mehr Bewerber aufzunehmen. Bei 24 Schülern pro Jahrgang ist Schluss. Dem stehen übrigens jedes Jahr rund 150 Bewerber gegenüber.

Abteilung Neonatologie bekommt nun mehr Platz

Hintergrund des Umzugs der Berufsfachschule ist die Platznot der Neonatologie, in der Neugeborene medizinisch versorgt und betreut werden. Um diese zu vergrößern, zieht in absehbarer Zeit die Schmerztherapie, die bisher einen Teil der Station einnimmt, in die frei gewordenen Räume der Berufsfachschule um.

Von Julia Tonne

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