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Berufsfeuerwehr für Borna? Was OBM und Fraktionsvorsitzende dazu sagen

Debatte um Brandschutz Berufsfeuerwehr für Borna? Was OBM und Fraktionsvorsitzende dazu sagen

Eine Berufsfeuerwehr in Borna wäre wünschenswert. Mit dieser Idee hat der Bornaer Feuerwehrchef Tino Reim eine Diskussion über den Brandschutz in Borna angestoßen. „Das müsste jemand finanzieren“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Die entsprechenden Mittel müssten letztlich vom Freistaat kommen.

Das Boot der Bornaer Brandschützer – soll es in der Kreisstadt eine Berufsfeuerwehr geben? Knackpunkt ist das Geld.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Eine Berufsfeuerwehr in Borna wäre wünschenswert. Mit dieser Idee hat der Bornaer Feuerwehrchef Tino Reim eine Diskussion über den Brandschutz in der Kreisstadt angestoßen. Bei den politisch Verantwortlichen in der Kommune hat diese Idee zwar keine Euphorie ausgelöst. Verständnis für diesen Vorstoß gibt es aber allemal.

Reim hatte darauf verwiesen, dass es angesichts der Berufstätigkeit vieler Brandschützer, in vielen Fällen auch außerhalb, immer schwieriger werde, stets und ständig die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu gewährleisten (die LVZ berichtete). Und so viel scheint klar. Die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr für Borna und auch andere Umlandkommunen ist am Ende eine Geldfrage.

„Das müsste jemand finanzieren“, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Die entsprechenden Mittel müssten letztlich vom Freistaat kommen, der sich beim finanziellen Engagement für die sächsischen Brandschützer aber auch nicht immer mit Ruhm bekleckert habe, wie die Rathauschefin mit Blick auf die missglückte Kampagne des Dresdner Innenministeriums zur Einführung einer Rente für Feuerwehrleute sagt. „Die sollten die Kommunen bezahlen.“

Immerhin versuche die Stadt, bei Stellenausschreibungen Feuerwehrleute zu berücksichtigen. Darin heiße es immer „Mitgliedschaft in der Feuerwehr wäre wünschenswert“. Dennoch sei klar, „dass nicht jeder Feuerwehrmann auf dem Bauhof arbeiten kann“. Dort würden auch andere Fachkräfte benötigt, so Luedtke weiter.

Einige Feuerwehrleute sind aber bereits städtische Bedienstete. Etwa ein Mitarbeiter der Kämmerei aus einer Umlandgemeinde, der während seiner Arbeitszeit sozusagen bei den Bornaer Brandschützern unter Waffen steht. Das lasse sich aber nicht in jedem Fall auf andere Feuerwehrleute in städtischen Diensten übertragen. Wenn etwa eine Erzieherin in einer Bornaer Kindertagesstätte im Einsatz alarmiert werde, könne die ihre Kinder nichts ohne Weiteres verlassen.

Dass eine professionelle Feuerwehr in Borna „wunderbar“ wäre, steht für den SPD/FDP-Fraktionsvorsitzenden Oliver Urban außer Frage. Allerdings sollte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt „solange wie möglich“ erhalten werden. Es gehe darum, die Freiwilligkeit zu stärken. Es sei eine Frage, ob jedem Feuerwehrmann für seine Einsätze etwas gezahlt werden könne.

„Die Bornaer Feuerwehr ist im Verhältnis zu anderen in der Umgebung gut aufgestellt“, findet der Vorsitzende der Fraktion „Bürger für Borna“ (BfB), Bernd Schröter. Prinzipiell sei der Vorstoß von Feuerwehrchef Reim gut. „Damit könnte eine Diskussion in ganz Sachsen angestoßen werden.“ Ines Graichen, die Vorsitzende der Linken-Fraktion im Stadtrat, gibt zu Protokoll, dass in ihrer Fraktion die Beschäftigung mit diesem Thema noch bevorsteht.

Für CDU-Fraktionschef Roland Wübbeke geht es in Sachen Feuerwehr auch um das Prestige von Borna. Mit einer Berufsfeuerwehr könne Borna Aufgaben für andere Kommunen übernehmen – so wie das einst die städtische Kämmerei gemacht habe. „Das bringt auch Einnahmen.“ Wenn es um die Professionalisierung des Brandschutzes in Borna gehe, müssten nicht gleich 30 Leute eingestellt werden. Gut sei es aber, wenn die Führungskader Profis seien .

Von Nikos Natsidis

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