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Borna Berufsfeuerwehrmann aus Kahnsdorf rettet Rentner in Borna das Leben
Region Borna Berufsfeuerwehrmann aus Kahnsdorf rettet Rentner in Borna das Leben
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11:04 01.09.2016
Erste Hilfe leistete in Borna ein Berufsfeuerwehrmann aus Kahnsdorf und rettete so einem Rentner das Leben. Quelle: dpa
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Borna

Mit seiner Herzdruck-Massage rettete Gerd Steinbach einem 67-Jährigen in Borna das Leben: Der Rentner, der am 30. Juli auf dem Parkplatz der Sana-Klinik zusammengebrochen war und der sich inzwischen von der Herzattacke erholt, suchte via LVZ am Mittwoch nach seinem Lebensretter. Dieser meldete sich prompt in der LVZ-Redaktion: Der 58-Jährige, der in Kahnsdorf lebt, ist Berufsfeuerwehrmann in Leipzig, einer, der weiß, wie man in einer solchen Situation vorgehen muss.

„Für mich war es kein Problem zu helfen, wo andere vorbeigegangen sind“, sagte er. Deshalb liegt es ihm fern, um sein konsequentes Agieren großes Aufheben zu machen. Er habe sich später in der Klinik nach dem Patienten erkundigt. Zu hören, dass er lebe, sei ihm Dank und Genugtuung gewesen. „Ich freue mich natürlich über die Anerkennung. Aber dass es ihm wieder gut geht, ist doch das Wichtigste!“

In den 38 Jahren, die er bei der Berufsfeuerwehr sei, habe er schlimme Dinge gesehen und gelernt, damit richtig umzugehen: „In einen solchen Fall wie hier entscheiden Minuten.“ Um bei Herzinfarkten unverzüglich mit der Wiederbelegung beginnen zu können, sollten nach seiner Auffassung mehr Defibrilatoren im öffentlichen Raum installiert werden, vor allem an stark frequentierten Plätzen – so wie es beispielsweise auf größeren Bahnhöfen inzwischen üblich sei.

Hannes Schuhknecht aus Klein Hermsdorf, der sich an besagtem Tag in Begleitung seines Sohnes Falk befand, hatte in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses den Herzanfall erlitten. Er war nach Borna gefahren, weil er sich nicht wohl fühlte. Plötzlich und ohne Vorzeichen sei der Senior zusammengebrochen, sagte Falk Schuhknecht, der den Vater in stabile Seitenlage brachte. Dann schon sei der bis Mittwoch unbekannte Helfer zur Stelle gewesen, habe den Vater reanimiert, bis ein Notfall-Team der Klinik gekommen sei und ihn übernommen habe. Nach Not- und Bypass-Operation befinde sich sein Vater zurzeit zur Reha, sei wieder „wohlauf und glücklicherweise wieder ganz der Alte.“ Dass sich der Helfer, bei dem sich die Familie bedanken möchte, fand, freute Falk Schuhknecht besonders: „Das ist klasse.“

Von Ekkehard Schulreich

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