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Borna Berufsorientierungsmesse in Borna mit Rekordbeteiligung
Region Borna Berufsorientierungsmesse in Borna mit Rekordbeteiligung
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00:19 07.02.2018
Amy Schadt zwischen Lehrer Dorian Baumann (l.) und Chris Böhme – sie hatte sich im vergangenen Jahr für eine Lehre zur Bankkaufrau entschieden. Quelle: Gislinde Redepenning
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Borna

Ausnahmezustand und dichtes Gedränge herrschten am Sonnabend traditionell bei der 14. Berufsorientierungsmesse (BOM) des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Borna und der Dinterschule in den Räumlichkeiten der Oberschule. Parkplätze waren an diesem Vormittag in Bornas Innenstadt knapp.

Schulleiter Frank Ziemann war nicht nur ein gefragter Gesprächspartner, er heimste auch viel Lob ein. „Wahnsinn und Hut ab“, urteilte Ines Lüpfert, die Zweite Beigeordnete des Landkreises Leipzig, inmitten des Trubels. So eine bunte Veranstaltung könne man nur mit viel Netzwerkarbeit auf die Beine stellen. Die Rekordbeteiligung von 88 angemeldeten Unternehmen, die die Schule und den Arbeitskreis im vergangenen Jahr vor große logistische Probleme stellte, wurde wieder übertroffen. Es konnten nicht einmal alle Bewerber berücksichtigt werden. „Bei 90 haben wir einen Cut gemacht“, so Ziemann. Die eine Hälfte der Firmen sei in der Turnhalle untergebracht, die andere in der Schule. So manche Unternehmen, wie die Mibrag oder Siemens, sind schon seit 14 Jahren dabei. Immer wieder kommen neue dazu.

Ausnahmezustand und dichtes Gedränge herrschten am Sonnabend traditionell bei der 14. Berufsorientierungsmesse (BOM) des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Borna und der Dinterschule in den Räumlichkeiten der Oberschule. 90 Unternehmen offerierten ihre Ausbildungsangebote.

Landkreis mit enormen Perspektiven

Großen Anteil am Gelingen der Veranstaltung hatten der Neigungskurs Berufe und Technik sowie Sportlehrer Dorian Baumann, der engagiert für einen erkrankten Kollegen in die Bresche gesprungen war.

„Für unsere Unternehmen sind Nachwuchs und Nachfolge große Themen“, erklärte Constanze Weiß vom Bundesverband Mittelständischer Wirtschaft. „Diejenigen, die sich hierher trauen und sich präsentieren, haben viel weniger Probleme, neue Auszubildende zu finden.“ Der Landkreis biete enorme Perspektiven, warb sie. Durch die vielerorts günstigen S-Bahn-Verbindungen könnten künftige Azubis auch weiter entfernt vom Wohnort arbeiten. „Die Mobilität muss gegeben sein und weiter verbessert werden, ein Thema, das auch unser Landrat Henry Graichen (CDU) unterstützt.“

„Die Veranstaltung ist einfach top und ungemein hilfreich für unsere Schülerinnen und Schüler. Ich kann sie nur jedem empfehlen“, fand auch Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). „Meine Tochter Nina hat sich im vergangenen Jahr nach dem Abi entschieden, eine ganz andere als die geplante Laufbahn einzuschlagen und zur Bundeswehr zu gehen, nachdem sie bei dieser Messe beraten wurde.“ Ursprünglich wollte die 19-Jährige Lehramt studieren. Womöglich konnten die Karriereberater der Bundeswehr, Kay Bergmann und Diana Kleppel, auch die 13-jährige Lena Bayer aus der siebten Klasse überzeugen, die sich von Stand zu Stand durchfragte und informierte.

Ehemalige Schüler als Firmenvertreter

Der Erfolg der BOM lässt sich gerade dann ermessen, wenn ehemalige Schüler in exponierter Position an den Ständen stehen. Eine von ihnen war Amy Schadt. Sie entschied sich als Jahrgangsbeste im vergangenen Jahr nach einem Praktikum für eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Sparkasse Leipzig. „Es ist schon ganz cool hier, obwohl unser Stand nicht optimal liegt“, erzählte sie. „Vor zwei Jahren bin ich selbst noch durch die Gänge hier gelaufen, jetzt kann ich meine Erfahrungen mit den Schülern teilen.“ Firmen-Vertreter wie Amy könnten, bestätigte Ziemann, direkter mit den Jugendlichen sprechen als schon viele Jahre Berufstätige. „Trotz der zahlreichen Angebote ist die Atmosphäre hier lokal und familiär, es treffen sich viele alte Bekannte und ehemalige Schüler, so dass es als Nebeneffekt zu manchem Klassentreffen kommt“, fügt er hinzu.

Von Gislinde Redepenning

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