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Borna Berufsschul-Leiter Jörg Großkopf kehrt in Groitzscher Stadtrat zurück
Region Borna Berufsschul-Leiter Jörg Großkopf kehrt in Groitzscher Stadtrat zurück
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00:20 19.08.2017
Der Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze (links, CDU) verpflichtet Nachrücker Jörg Großkopf (SPD) auf die gewissenhafte Ausübung des Ehrenamtes als Stadtrat. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch

Der Groitzscher Stadtrat wird künftig die Geschicke der Kommune in Unterzahl lenken. Gut drei Jahre lang haben 18 Abgeordnete sowie Bürgermeister Maik Kunze (CDU) als Chef des Gremiums die wesentlichen Entscheidungen für die Entwicklung der Schusterstadt getroffen. In den verbleibenden etwa zwei Jahren bis zur nächsten Kommunalwahl 2019 werden es nur noch 17 ehrenamtliche Mandatsträger und das hauptamtliche Stadtoberhaupt sein. Zwar ist Jörg Großkopf für den verstorbenen Uwe Herrmann nachgerückt. Entscheidend für die verringerte Größe des Parlaments ist aber das Ausscheiden von Ingo Zimmermann, der nicht ersetzt wird.

Hermann, der Mitte Juni 75-jährig überraschend starb, hinterlässt kommunalpolitisch große Fußstapfen. Immerhin 27 Jahre, von der ersten freien Wahl 1990 an, saß er im Stadtrat, war zudem viele Jahre Erster, dann Zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters. Völlig unbeleckt als Abgeordneter ist Jörg Großkopf nicht. Der jetzt 53-Jährige war schon von 2009 bis 2014 Mitglied der SPD-Fraktion. Wie damals hatte er bei der jüngsten Wahl vor drei Jahren (259 Stimmen) hinter Gläser (417) und Herrmann (365) das drittbeste Ergebnis der Sozialdemokraten geholt, die aber nur noch zwei Mandate erreichten, sodass er vorerst draußen bleiben musste. Nachdem ihn Bürgermeister Kunze kürzlich in der Stadtratssitzung aufs Ehrenamt verpflichtet hat, wird der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land in Böhlen erneut als Mitglied des Technischen Ausschusses fungieren, wodurch Gläser hier als sein Stellvertreter ins zweite Glied tritt. Zudem wirkt Großkopf noch im Kultur- und Sozialausschuss mit.

Hingegen musste Ingo Zimmermann (49, Heilpraktiker) von der Fraktion Die Linke seine Mandat niederlegen, weil er mit seinem Umzug von Groitzsch nach Leipzig die Wählbarkeit für diesen Stadtrat verlor. Er hatte vor drei Jahren mit 477 Stimmen das fünftbeste Resultat aller Kandidaten eingesammelt. Allerdings gibt es vom Wahlvorschlag seiner Partei keine Ersatzperson mehr und damit keinen Nachrücker. Das Mandat muss deshalb unbesetzt bleiben, hat der Bürgermeister erklärt.

Zimmermann ist bereits der sechste Gewählte von 2014, der nicht mehr das Ehrenamt ausübt. Gar nicht erst verpflichtet wurde Anne-Sophie Schultka (Die Linke; Grund: Beeinträchtigung in Ausbildung/Er­werbstätigkeit), die schon vor der ersten Sitzung ausgestiegen war. Zudem schieden Dieter Hager (FDP; Rückzug nach schwerem Verkehrsunfall), Gabriele Alexander (CDU) und Petra Hoffrogge (Groitzscher Wählervereinigung Bürgerinitiative Soziales Sachsen/BISS; beide wegen Krankheit) sowie Uwe Hermann (SPD, verstorben) aus.

Die Plätze von Zimmermann in den Ausschüssen und Gremien des Stadtrates sollen demnächst besetzt werden. Auch die Position des Zweiten Bürgermeister-Stellvertreters ist derzeit noch offen; erster Vize ist Andreas Zielke (CDU).

Von Olaf Krenz

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