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Borna Beschleunigung: Groitzsch baut Ortsumgehung für Stadtbereich nun selbst
Region Borna Beschleunigung: Groitzsch baut Ortsumgehung für Stadtbereich nun selbst
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19:19 27.02.2018
Die Straße Am Pappelhain in Groitzsch wird über das Kalte Feld bis zur S 65 verlängert. Die Stadt selbst wird nun Bauträger. Quelle: Andreas Döring
Groitzsch

Die Stadt Groitzsch wird jetzt selbst Bauträger für die geplante Verlängerung der Straße Am Pappelhain. Grund dafür ist eine mögliche Beschleunigung des Vorhabens, das bereits seit Jahren unter der Dringlichkeitsstufe 1 im Landesverkehrsplan steht. Geplant ist, die Straße, die zusammen mit dem Gewerbegebiet entstand, über das Kalte Feld bis zur Staatsstraße 65 in Höhe der ehemaligen Motormühle zu verlängern.

„Mit dieser etwa 965 Meter langen neuen Trasse könnte die bisherige Staatsstraße, die durch das Stadtgebiet führt, verkehrstechnisch entlastet werden“, sagt Bürgermeister Maik Kunze (CDU). Dass statt des Freistaates nun die Stadt als Bauträger fungiert, hat laut Bauamtsleiter Dirk Schmidt den Grund, die Trasse schneller realisieren zu können. „Denn wir brauchen dringend diese Umfahrung“, betont er. Erste Entwurfsplanungen gebe es bereits vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), die übernimmt nun die Stadtverwaltung.

Angedacht ist, die Straße als Ortsstraße nach den bisherigen Planungen zu bauen und dann dem Lasuv die Eignung als Staatsstraße nachzuweisen. Der Freistaat könnte dann, so macht Schmidt deutlich, die neue Trasse übernehmen und sie zur Staatsstraße hochstufen. Damit das Prozedere auch funktioniert, sollen, so der Bauamtsleiter, sämtliche Vorgaben, die eine solche Einordnung verlangt, umgesetzt werden.

Kunze und Schmidt sehen den großen Vorteil der neuen Trasse vor allem in der Entlastung der bisherigen Streckenführung. Derzeit führt die S 65 über den unübersichtlichen Kreuzungsbereich in Höhe Zeitzer Straße/Brauereigarten und mündet dann im Bereich des Ärztehauses auf die B176. Die neue Trasse führe nicht nur zu einer Entlastung dieses Bereichs, sondern leite auch den Verkehrsfluss von und in Richtung Borna um.

Die Kostenplanungen für den Neubau der Trasse gehen von rund 1,8 Millionen Euro aus. Allerdings kann die Stadt mit einer höchstmöglichen Förderung von 90 Prozent durch das Ministerium rechnen. Sämtliche Planungsunterlagen hat die Stadt bereits unentgeltlich vom Freistaat zur Verfügung gestellt bekommen. Darauf bauen jetzt die detaillierten Überlegungen auf.

„Nachdem der Technische Ausschuss sich gemeinsam mit Vertretern des Lasuv vorberaten und der Stadtrat im Ergebnis einen Baubeschluss gefasst hat, können nun die nächsten Schritte in Angriff genommen werden“, sagt der Rathauschef. So seien in den kommenden Monaten ergänzende Planungen einzuleiten, um „möglichst zügig“ den Fördermittelantrag einreichen zu können. Eine Fertigstellung solle laut Kunze bei einem reibungslosen Bauverlauf in den nächsten Jahren gelingen.

Von Julia Tonne

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