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Beschlüsse in Pegau: Kaufhalle wird abgerissen – Stadt kauft Mühlengebäude

Stadtrat stimmt Haushalt zu Beschlüsse in Pegau: Kaufhalle wird abgerissen – Stadt kauft Mühlengebäude

Der Pegauer Stadtrat hat am Mittwochabend seinen diesjährigen Haushaltsplan beschlossen. Darin enthalten: Investitionen in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro. Größter Posten ist dabei der Neubau des Hortes. Doch viele Vorhaben werden gefördert. Außerdem beschloss der Rat den Abriss der ehemaligen Kaufhalle in Pegau-Nord.

Der Stadtrat Pegau hat den Rückbau der früheren Kaufhalle in Pegau-Nord beschlossen. Die dafür geplanten Kosten in Höhe von circa 24 000 Euro werden über das Programm SDP gefördert.

Quelle: Julia Tonne

Pegau. 3,6 Millionen Euro für Investitionen, eine geringe neue Kreditaufnahme und leicht gesunkene Gewerbesteuereinnahmen: Der Pegauer Stadtrat hat am Mittwochabend seinen diesjährigen Haushaltsplan einstimmig beschlossen. Fragen an den Kämmerer Guido Voigt gab es nicht, dafür aber viel Lob für das seitenschwere Machwerk.

„Der größte Brocken sind in diesem Jahr die Kindereinrichtungen“, erklärte dieser bei der Vorstellung. Erträgen von etwa 850 000 Euro würden rund 1,9 Millionen Euro Aufwendungen gegenüberstehen. Und noch eine Zahl ist für den Stadtrat besonders relevant: die Summe der Investitionen. Zu diesen gehören unter anderem der Neubau des Hortes, der derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens entsteht, die Kanalsanierung in der Neugasse und der anstehende Fußweg entlang der B 2 in Höhe der B 176. Die Stadt muss aus ihrem eigenen Haushalt 2016 für anstehende Investitionen etwa 1,1 Millionen Euro aufbringen, rund 2,5 Millionen Euro kommen als Fördermittel hinzu. „Die Summe ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass es in diesem Jahr fast eine Million mehr für Hochwassermaßnahmen gibt“, begründete Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) die vorliegenden Zahlen.

Ein Teil aus dem Stadtsäckel wird in den kommenden Monaten für den Kauf eines leer stehenden Gebäudes in der Untermühle genutzt. Die Stadtverwaltung hatte dem Rat vorgeschlagen, das sanierungsbedürftige Mühlengebäude, das aus einem Gewerbebau und einem Turbinenhaus besteht, für rund 250 000 Euro zu erwerben. Allerdings sei der Kaufpreis über das städtebauliche Denkmalschutz-Programm (SDP) zu 80 Prozent förderfähig, sagte Rösel. Der Eigentümer habe erklärt, keine Sanierung durchführen zu wollen, „damit wäre das Gebäude aber auf Dauer ein Schandfleck in dem Bereich geblieben“, so der Rathauschef weiter. Mit dem Erwerb könne die Stadt dann selbst auf Investorensuche gehen.

Die Wasserkraftanlage soll nach Aussage von Rösel zukünftig für die Energiegewinnung der Schulen, der Sporthalle und des Werkraumes genutzt. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung habe ergeben, dass die Energie zu einem Preis von sieben Cent je Kilowattstunde erzeugt werden könne. Der Preis für Energie liege derzeit jedoch bei 24,97 Cent je Kilowattstunde. „Die Idee ist super, schließlich können wir einen großen Teil des erzeugten Stroms selbst nutzen.“

Auch Bauamtsleiter Gunter Grothe empfahl den Räten die Zustimmung zum Kauf. „Die Anlagen der Technik laufen störungsfrei, da werden keine großen Investitionen auf uns zukommen.“ Lediglich die Verlegung der Kabel zur Schule und zur Sporthalle stehe an, „und dann haben wir die Investition in drei bis vier Jahren wieder drin“.

Auf der Tagesordnung stand am Mittwochabend zudem der Beschluss über den Rückbau der früheren Kaufhalle in Pegau-Nord. Auch dieser wurde einstimmig gefasst. Die dafür geplanten Kosten in Höhe von circa 24 000 Euro werden ebenfalls über das Programm SDP gefördert. „Und damit würde noch ein Schandfleck aus der Stadt verschwinden“, betonte Stadträtin Margot Neubacher.

Am 27. Juli wird sich der Stadtrat in einer Sondersitzung vorrangig mit dem Stadtbad beschäftigen. Hier haben bereits die Bauarbeiten für den neuen Spielplatz begonnen, noch in diesem Jahr soll dann die Sanierung des Beckens in Angriff genommen werden.

Im Ergebnishaushalt kann die Stadt Pegau im laufenden Jahr Erträge in Höhe von rund 9,4 Millionen Euro vorweisen. Die Aufwendungen hingegen liegen bei rund 9,86 Millionen Euro. Bleibt daher ein Minus von rund einer halben Million Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 305 000 Euro zurückgegangen. Die Einkommensteuer verzeichnet ein leichtes Plus und leistet einen Anteil an den Erträgen in Höhe von 1,45 Millionen Euro.

Von Julia Tonne

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