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Borna Beste Riege nur eine Nashornspitze vor den Raupen
Region Borna Beste Riege nur eine Nashornspitze vor den Raupen
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16:30 19.05.2015
Es geht auch im Sitzen: Rollstuhlfahrer Jonny Raß beteiligt sich am Medizinballweitwurf. Quelle: Thomas Kube

"Nur gut, dass wir doch noch einen gemeinsamen Termin zum Nachholen für fast alle Aktiven, Helfer und Unterstützer gefunden haben", sagte KSB-Geschäftsführerin Andrea Heinze. Knapp 400 Menschen wirkten im Rudolf-Harbig-Stadion Borna mit. "Ein Ausfall der Veranstaltung, die wir seit den 90er Jahren durchführen, wäre schade gewesen."

Umso mehr waren die 250 Behinderten bei der Sache. "Den Kindern macht's Spaß, sie erhalten neue Eindrücke", erklärte Evelyn Meiling, die im Bundesfreiwilligendienst in der Bornaer Robinienhofschule arbeitet. "Klar sind wir jedes Jahr dabei", sagte Hagen Ott von den DRK-Wohnstätten Kohren-Sahlis. "Diesmal mit zehn Leuten zwischen 20 und 75 Jahren. Unser Ältester ist noch richtig fit." Vertreten waren auch die Lebenshilfe-Werkstätten Borna/Neukieritzsch, die DRK-Werkstätten Geithain sowie die Grimmaer Waldschule.

Mit ihren Betreuern sowie Riegenführern pendelten die Teilnehmer hinter einem Schild mit ihrem Mannschaftstier, das jeder auch auf einem Anstecker an der Brust trug, zwischen den Stationen. Da die Disziplinen 50-Meter-Lauf, Weitsprung, Korbballwerfen, Medizinballwerfen und Zielwerfen doppelt angeboten wurden, gab es keine Wartezeiten. Die freien Gruppen vergnügten sich derweil an den Gerätschaften und der Kletterpalme des Sportmobils. Zusätzlich absolvierten Senioren aus zwei Sportgruppen des Volkssportvereins Borna die Aufgaben. Ihre Übungsleiterin Andrea Heinze verwies vor allem auf die 93-jährige Lilo Kämpfe, die zwar in ihrer Aktivität eingeschränkt ist, aber beim Korbball zweimal traf.

Rainer Thoss von der Disko Resonanz hatte flotte Rhythmen mitgebracht und fungierte als Stadionsprecher. Er feuerte hier und dort an und nannte neue Bestwerte - wie handgestoppte 6,4 Sekunden für 50 Meter und 5,10 Meter im Weitsprung. Notiert wurden alle Ergebnisse vor allem von Neuntklässlern des Groitzscher Wiprecht-Gymnasiums sowie Zehntklässlern der Dinter-Mittelschule. "Wir haben sie nach ihren Prüfungen gefragt, ob sie für eine verhinderte Klasse einspringen, und heute sind 15 da", freute sich der Borna Schulleiter Frank Ziemann.

Nach den Durchschnittswerten der Riegen gab es eine hauchdünne Entscheidung, sagte Jörg Heidemann vom KSB. "Die Nashörner haben vor den Raupen und den Pferden gewonnen." Im Finale der vier Fußball-Teams setzte sich die Robinienhofschule 2:0 gegen das DRK Kohren-Sahlis durch. Und Andrea Heinze war richtig froh, dass es im Gegensatz zum Vorjahr ohne Unfälle abging. Sie hofft, dass auch 2014 die Sparkasse wieder ihre Unterstützung geben wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2013

Krenz, Olaf

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