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Bestnoten beim Schul-Tüv

Bestnoten beim Schul-Tüv

Gute und sehr gute Noten erhielt die Neukieritzscher Grundschule jetzt bei der Evaluation durch das Sächsische Bildungsinstitut, dem sogenannten Schul-Tüv. Diesen sieht das sächsische Schulgesetz unabhängig von der Schulart vor.

Neukieritzsch. In Neukieritzsch lernen 89 Schüler in vier Klassen. Fünf Stammlehrer und eine Gastlehrerin für Musik unterrichten sie. Die LVZ sprach mit Schulleiterin Annett Reimann. Frage: Wo konnte die Grundschule vor allem punkten? Annett Reimann: Nach drei Tagen Hospitationen und Befragungen wurde die Unterrichtsgestaltung als sehr gut eingeschätzt, da diese von einer Methodenvielfalt wie Partner- und Gruppenarbeit, aber auch Stationen- und Werkstattarbeit gezeichnet ist. Die Kinder lernen zunehmend selbstständig. Dafür gab es Lob von den Schülern. Diese Art von Unterricht bereitet viel Freude, denn beim „Spielen“ merkt man gar nicht, das man lernt. Die Unterrichtsstunde ist so schnell vorbei. Immer mehr Gefallen finden die Mädchen und Jungen am Lesen. Das ist besonders dem Umstand geschuldet, dass wir das Internet mit dem Portal Antolin nutzen. Dieses fördert das sinnerfassende Lesen und motiviert die Schüler, sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinanderzusetzen. Gab es auch Hinweise für die Arbeit? Natürlich gab der Schul-Tüv auch Hinweise für die künftige Arbeit. Als verbesserungswürdig schätzt das Bildungsinstitut die Schulhofgestaltung ein. Hier haben wir in Aussicht, dass die Gemeinde dafür Mittel eingeplant hat. Derzeit fehlt jedoch der Fördermittelbescheid. In einem Elterneinsatz haben wir jedoch erste Abhilfen geschaffen, in dem unter anderem Spiele auf den Schulhof gemalt wurden. Ansonsten war für Sie die Bewertung in Ordnung? Ja, wie man so sagt, im grünen Bereich. Denn dunkles Grün bedeutet beim Tüv sehr gut. Das gab es unter anderem für die Lehr- und Lernorganisation und für die Zufriedenheit der Lehrer, Eltern und Schüler. Gelobt wurden unter anderem der flexible Einsatz der Stammlehrer und die Zusammenarbeit der Pädagogen. Was war für Sie interessant? Bei den Befragungen wurde die individuelle Förderung der Mädchen und Jungen bei der Ganztagsbetreuung hervorgehoben. Wir haben eine Kreativstunde immer montags in der dritten Stunde eingeführt. Hier können die Kinder aus zehn Angeboten klassenübergreifend wählen und ihre Neigungen und Interessen ausprobieren oder vertiefen. Es bleibt Raum zur individuellen Förderung. Auch eine Ergotherapeutin gehört zu unseren Kooperationspartnern. Ebenso Nachhilfe und Begabtenförderung haben hier ihren Platz. Am Nachmittag können die Hortkinder noch weitere Angebote nutzen. Positiv ist dabei, dass wir für unsere Ganztagsbetreuung Männer gewinnen konnten. Sehr gut kommt zum Beispiel der Tanzunterricht mit Sebastian Bronst bei den Kindern an. Gleichfalls fand die Holzbearbeitung mit Jürgen Kaubisch viele Anhänger. Selbst der Umgang mit Nadel und Faden bereitet den Schülerinnen und Schülern viel Freude und wurde von ihnen gewünscht. Diesen Part hat Diana Bahndorf übernommen. Sie leiten seit 2007 die Schule. War der Schul-Tüv anregend für ihre weitere Arbeit? Ja, man kann die eigene Arbeit sonst selten so von außen betrachten. Ich freue mich, dass die Eltern nun sehen, was auch eine kleine Schule leisten kann.

Cornelia Braun

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