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Besuche wie in Venedig

Besuche wie in Venedig

Kahnsdorf. Der Hainer See wird seit 2008 erschlossen. Er hat eine Größe von über 600 Hektar. In diesem Monat erreicht er seinen Endwasserstand und nicht nur das, am Ufer und im Ort Kahnsdorf selbst herrscht rege Bautätigkeit.

. Dazu sprachen wir mit Christian Conrad, Geschäftsführer der Blauwasser Seemanagement GmbH und der Mittelseen Wasserfreizeit GmbH.

 

Frage: Vor wenigen Wochen sorgten Sie mit dem Fällen von Bäumen im Park für Aufregung. Ein Ziel besteht darin, den ehemaligen See auf dem Rittergut Kahnsdorf wieder mit Wasser zu füllen. Wie steht es damit derzeit?

 

Conrad: Das Kahnsdorfer Herrenhaus liegt auf den Resten einer mittelalterlichen Wasserburg. Diese wurde vom Öltzschgraben und einem angelegten Wassergraben umzogen. Die Besitzerfamilie Forker-Schubauer baute 1902 das neue Herrenhaus. Es erhielt die Form eines wasserumflossenen Schlosses. Diesen Zustand wollen wir wieder herstellen. Zu DDR-Zeiten wurde wegen des Tagbaues die Pleiße verlegt und damit die Zuleitung zum Teich unterbrochen. Er trocknete aus und wurde von vielen Leuten bis 1990 als Müllkippe verwendet. Die Lausitzer Mitteldeutscher Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV) will den Teich gemeinsam mit uns wieder fluten. Dazu waren die Baumfällaktionen unter anderem notwendig. Doch wir wollten auch die Sichtachse zum See wieder herstellen.

 

Für den See um das Rittergut soll es eine Anbindung zum Hainer See geben?

 

Die LMBV hat vor, am Hainer See dazu eine Art Pillnitz-Anleger zu bauen. Noch in diesem Jahr soll der Baubeginn sein. Des Weiteren sind Besucherparkplätze unter anderem im Nordteil der Lagune Kahnsdorf und am Haubitzer Becken in Borna geplant. Öffentliche Badestrände sind in Kahnsdorf, Rötha und Borna ebenso vorgesehen.

 

Denken Sie, dass diese noch in diesem Jahr genutzt werden können.

 

Ich rechne fest damit. Denn der Wasserstand wird noch in diesem Monat erreicht, und die Wasserqualität entwickelt sich. Für uns ist es existentiell, dass noch in diesem Jahr der Hainer See für den Wassersport und das Baden frei gegeben wird.

 

Wie sieht es überhaupt aus mit dem Wassersport? Was wird erlaubt sein?

 

Das Segeln wird grundsätzlich erlaubt sein. Mit dem Motorboot kann ebenso gefahren werden. Allerdings wird es ein Tempolimit geben. Vorgesehen ist auch, dass an zwei Stellen Wasserski betrieben werden kann. Hinzu kommt, dass die Flugschule von Thomas Post für eine weitere Attraktion am Hainer See sorgt. Auch die Kite-Server haben für den Hainer See schon Interesse angemeldet.

 

Erstmalig im Leipziger Neuseenland sollen echte Seegrundstücke für die individuelle Bebauung mit Ferienhäuschen oder Wochenendhäusern zur Verfügung stehen. Wie ist bisher die Resonanz?

 

Wir rechnen mit 100 Bauherren. Bisher haben wir 25 Grundstücke vergeben. Dabei kommt die strenge Einhaltung einer charmanten Architekturlinie nicht nur dem Ort, sondern auch der Werterhaltung der Uferpromenade zugute. Sie sorgt insgesamt für ein maritimes Lebensgefühl. Davon können sich Interessierte jeweils am ersten Sonntag eines Monats informieren. Von 11 bis 18 Uhr steht dann das Musterhaus am Hainer See zur Besichtigung offen.

 

Werden Besucher rund um den Hainer See noch wandern können?

 

Ein Rundweg wird dafür sorgen. Allerdings entstehen Ferienhäuser nur entlang von einem Kilometer. Insgesamt ist der Rundweg 15 Kilometer lang.

 

Die Erschließungsstraße lässt noch auf sich warten, verzögert das den Hausbau?

 

Nein. Wir haben eine Behelfsstraße gebaut. Wir hoffen, noch in diesem Jahr auf die Bewilligung von Fördermitteln, die die Gemeinde Neukieritzsch benötigt, um die Erschließungsstraße zu bauen.

 

Es wird jedoch keine Marina geben?

 

Das ist richtig. Das ist das Novum am Hainer See. 200 Boote können die gesamte Lagune als Naturhafen nutzen. Aller 50 bis 100 Meter wird es öffentliche Bootsanlegestegs geben. Diese betreibt Pier 1. Wer am Cospudener See beispielsweise Gastrecht besitzt, hat dies auch in Kahnsdorf und umgekehrt. Es wird sehr charmant sein. Wie in Venedig können sich die Hauseigentümer per Boot besuchen und sich zu einem Glas Wein treffen und dabei intensiv die Natur erleben.

Cornelia Braun

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