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Borna Betriebsrente: Bergleute setzen alle Hoffnungen in Kretschmer
Region Borna Betriebsrente: Bergleute setzen alle Hoffnungen in Kretschmer
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19:02 05.04.2018
Ministerpräsident Michael Kretschmer (2.v.l.) sicherte beim Sachsengespräch den Bornaer Bergleuten seine Unterstützung zu. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Die Solidargemeinschaft der Bergleute der Braunkohleveredlung Borna-Espenhain hegt große Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang ihres Ansinnens. Jedenfalls gab ihnen das Sachsengespräch im Böhlener Kulturhaus mit der sächsischen Staatsregierung vor einigen Tagen allen Grund dazu. Wie berichtet, kämpfen die verbliebenen 383 Bergleute um die Auszahlung ihrer Betriebsrente.

Delegation konnte das Problem ansprechen

Für Günter Freitag, Sprecher der Solidargemeinschaft, war das Gespräch mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und dessen Ministerriege eine „umfassend ausgezeichnete“ Veranstaltung. So werde Vertrauen zwischen Bürgern und Politik im Freistaat erarbeitet und geschaffen.

In der anderthalbstündigen Diskussion konnte eine Delegation der Bergleute die sie betreffenden Probleme ansprechen und Kretschmer entsprechende Dokumente vorlegen – verbunden mit dem Wunsch, der Ministerpräsident werde sich zukünftig genauso engagiert für das Anliegen der Bergleute einsetzen wie Petra Köpping (SPD), Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, und Wolfgang Tiefensee (SPD), thüringischer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister.

Kretschmer sicherte Gespräch mit Heil zu

Die Bitte der Gemeinschaft wurde erhört, Kretschmer sicherte nach Aussage von Freitag zu, „umgehend ein persönliches Gespräch mit dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), zu führen“. Nun sei die SPD-Führungsspitze gefordert, „unseren gesetzlichen Rechtsanspruch unverzüglich um- und durchzusetzen“.

Kampf um Betriebsrenten seit über 20 Jahren

Seit mehr als 20 Jahren kämpfen die Bergleute um die Auszahlung ihrer Betriebsrenten. Die Beschäftigen der Braunkohleveredlung erhielten zu DDR-Zeiten aufgrund der hochgradig gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen mit toxischen Gasen eine Erschwerniszulage. Diese zahlten die Werksmitarbeiter, die den unter Tage beschäftigten Bergleuten gleichgestellt waren, als eigenen Beitrag in die Rente ein.

„Diese Regelung wurde durch den Einigungsvertrag anerkannt, aber eine Fortführung der Regelung im Rentenüberleitungsgesetz nicht festgelegt“, erklärt Freitag.

Von Julia Tonne

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