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Borna Bewegung zur neuen B 7
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18:19 10.05.2011
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Altenburg/Frohburg

Nach LVZ-Informationen kam es jüngst zu einem Arbeitstreffen zwischen Geschäftsführer Siegfried Runkwitz, der für die Linke auch im Kreistag sitzt, und dem Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel (CDU).

Im Nachhinein sprachen beide von einem konstruktiven Austausch, an dem auch ein Mitarbeiter der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) teilnahm. Einen Durchbruch, um den Bau des Zubringers zur neuen Autobahn 72 entscheidend voranzutreiben, habe es zwar noch nicht gegeben, sagte Vogel, der den B-7-Neubau befürwortet. „Aber wir haben unsere Auffassungen in konstruktiver Atmosphäre ausgetauscht und damit einen ersten Schritt getan."

Neu sei für den stellvertretenden Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Bundestages vor allem die Erkenntnis, „dass es der Osterland Agrar GmbH nicht primär um den Flächenverlust durch die Trassenführung geht, sondern vielmehr um die Erreichbarkeit der Grundstücke, die dadurch abgeschnitten werden".

Das bestätigte der Osterland-Chef: „Wir sind ein Transportunternehmen und bekommen große Probleme, wenn Zufahrten zu unseren Grundstücken nicht mehr gegeben sind." Besonders dramatisch sei das etwa bei einem Bau der Straße über die Pleiße nördlich von Windischleuba.

„An Grundstücke flussabwärts zwischen Pleiße und Mühlgraben kommen wir bei dem geplanten Neubau nicht mehr oder nur mit einer neuen Brücke." Stattdessen müsse man Umwege in Kauf nehmen und auf Ortsverbindungsstraßen ausweichen. „Man stelle sich nur mal vor, was Anwohner sagen, wenn wir während der Kartoffelernte mit schwerem Gerät durch einen Ort fahren." Das mache nicht nur Lärm und Dreck, sondern zerstöre auch die dortigen Straßen. „Zum einen verlangt man von uns, dass wir zu niedrigen Preisen Lebensmittel produzieren und dann wieder, dass wir in Zeiten, in denen Spritpreise nur eine Richtung kennen, Umwege fahren", erklärte Runkwitz weiter. „Das geht einfach nicht und zerstört nach und nach die Landwirtschaft, weil die nächsten 50 Jahre so gefahren werden muss." Das mache wenig Sinn gerade vor dem Hintergrund, dass durch den Klimawandel bessere Anbaubedingungen und damit größere Erträge prognostiziert werden. „Seit dem Mittelalter wird hier Landwirtschaft betrieben. Da muss man auch Verantwortung zeigen und nicht denken: nach mir die Sintflut."

Dennoch ist der Osterland-Geschäftsführer froh, dass sich Vogel gemeldet, die Probleme aufgenommen hat und „uns helfen will, Lösungen zu finden". „Es amüsiert mich jedes Mal, wenn ich in der Zeitung lese, wer sich alles mit uns treffen will", so Runkwitz. Nur passiert sei nie etwas. Der CDU-Politiker sieht im direkten Draht zu den betroffenen Landwirten die einzige Möglichkeit, bestehende Probleme zu lösen.

„Wir haben die Trassenführung diskutiert, und nun wird die Deges im Rahmen des Richtlinienentwurfes ein Konzept erstellen, welche Möglichkeiten es gibt, diese für die Betroffenen erträglich zu gestalten." Damit die Deges aber verschiedene Entwürfe anfertigen könne, müssen deren Mitarbeiter Vermessungen durchführen und Baugrundgutachten erstellen. „Dazu ist es in den nächsten Wochen nötig, Osterland-Grundstücke zu betreten, wozu wir jedoch im Gespräch keine Einigung erreicht haben", räumte Vogel ein.

Ob man das Betreten der Grundstücke in absehbarer Zeit erlauben will oder nicht, wollte Runkwitz nicht sagen und begründete das mit Verweis auf das laufende Verfahren am Bundesverwaltungsgericht. Immerhin hat man sich auf eine Fortsetzung der Gespräche verständigt. Einen konkreten Termin dafür gibt es aber noch nicht.

Wie berichtet, soll die neue B 7 Altenburg mit der A 72 bei Frohburg verbinden. Die Agrar GmbH wehrt sich vor dem Verwaltungsgericht und erreichte schon die Überplanung der Anschlussstelle Frohburg.

Thomas Haegeler

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