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Bischof: „Pegau ist eine intakte Stadt“

Heinrich Timmerevers Bischof: „Pegau ist eine intakte Stadt“

Ungewöhnlicher Besuch am Montag in Pegau: Bischof Heinrich Timmerevers hielt in der St. Hedwigsgemeinde den morgendlichen Gottesdienst ab. Es folgten Abstecher zu Pegaus Bürgermeister Frank Rösel und zum Grabmal von Wiprecht von Groitzsch. Eines wurde schnell deutlich: Von Pegau war der Bischof angetan.

Christoph Schelle von der St. Hedwigsgemeinde (rechts) bedankt sich bei Bischof Heinrich Timmerevers für dessen Besuch.

Quelle: Julia Tonne

Pegau. Für die Pegauer St. Hedwigsgemeinde war der Montag ein außergewöhnlicher. Heinrich Timmerevers, Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen, hatte seinen Besuch angekündigt. Er hielt den Gottesdienst ab und suchte zudem ein Gespräch mit Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (parteilos). „Es ist schon selten, dass ein Bischof zur Basis kommt“, sagt Christoph Schelle, Sprecher der katholischen Gemeinde. Um so dankbarer waren die Mitglieder und um so besser besucht war der Gottesdienst. Etwa 70 Besucher waren in die 1996 erbaute und geweihte Kirche gekommen. Anlass für die Stippvisite Timmerevers’, der seit einem halben Jahr in Sachsen lebt, war eine Rundtour durch die Verantwortungsgemeinschaft Leipzig-Süd/Markkleeberg. Den Auftakt bildete Pegau, anschließend folgten ein kurzer Abstecher in die evangelische Laurentiuskirche zum Grabstein von Wiprecht von Groitzsch, ein Besuch in der christlichen Grundschule „Lebenswelten“ im Zwenkauer Ortsteil Rüssen-Kleinstorkwitz sowie im Kinderdorf Markkleeberg unter Trägerschaft der Caritas.

„Pegau ist uns schon ein Begriff“, erklärte der Bischof nach dem Gottesdienst. So seien ihm das einstige Benedektinerkloster genauso bekannt wie die Pegauer Fleisch- und Wurstwaren und eben auch Wiprecht von Groitzsch. Das seien auch die Dinge, mit denen die Stadt punkten könne. „Im Bistum Dresden-Meißen bin ich bereits rumgekommen, jetzt stehen Leipzig und der Landkreis auf meinem Plan“, sagte Timmerevers. An der Pegauer Gemeinde lobte er vor allem die Lebendigkeit und die Gemeinschaft. Der Kirchenbau vor mehr als 20 Jahren sei ein Zeugnis, wie gut der Zusammenhalt unter den Pegauern funktioniere. In gewisser Weise ist die Stadt auch etwas ungewöhnlicher als die Nachbarkommunen. Rund drei Prozent der Einwohner sind Katholiken, während die Zahl in anderen Städten und Gemeinden meist um ein Prozent liegt.

Mit seinem Besuch in der Verantwortungsgemeinschaft und den vielen verschiedenen Anlaufstellen hofft der Bischof, „dass sich die einzelnen Teile wie bei einem Puzzle zu einem schönen Bild zusammenlegen“. Pegau mache dabei einen guten Anfang. Fakten und Daten zur Stadt lieferte nach dem Gottesdienst noch der Rathauschef. Und die Aussage, „dass in Pegau alles eng miteinander verflochten ist“ – ob Katholiken, Evangelen oder eben Atheisten. Timmerevers, gebürtiger Niedersachse und seit August Bischof für das Bistum Dresden-Meißen, informierte sich zudem über die Zahl der Kindergärten, über die Zusammensetzung des Stadtrates und über die Entwicklung der Einwohnerzahl. Und er fand zum Schluss die lobenden Worte, Pegau sei eine intakte Stadt.

Die katholische Gemeinde selbst erhofft sich von dem Besuch vor allem eine noch stärkere Verbindung untereinander und zu anderen Gemeinden. „Zur Führung des Bistums ist natürlich auch ein guter Draht notwendig“, erklärt Schelle. Auch deshalb wurde der Montagabend noch für ausführliche Gespräche mit Timmerevers in Leipzig genutzt.

Von Julia Tonne

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