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Bisweilen gleich im Auto geschlafen

Bisweilen gleich im Auto geschlafen

Wenn sich die Bornaer Brandschützer eines fernen Tages an das Jahr 2013 erinnern, dürften ihnen vor allem die Einsätze beim Juni-Hochwasser einfallen. Immerhin 23 von insgesamt 150 Einsätzen der Stadtfeuerwehr drehten sich um die steigenden Wasserpegel.

Borna. Im Prinzip, sagt Wehrleiter Kai Noeske, waren die Feuerwehrleute in den Krisentagen zehn Tage hintereinander im Einsatz.

"Die waren so müde, die haben gleich im Auto geschlafen", erinnert sich der oberste städtische Floriansjünger an die aufregenden Tage, die im Prinzip vom 31. Mai bis zum 8. Juni dauerten. Richtig ernst wurde es, als am 2. Juni die Gefahr bestand, dass Thräna überflutet werden könnte. Daraufhin kam es zur Evakuierung des Ortsteils. Nur Stunden später dann war Noeske mit Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) unterwegs, um die Bornaer aus dem Schlaf zu reißen. Es war 2.45 Uhr, als der Katastrophenalarm in Borna ausgelöst wurde.

Trotz des einschneidenden Erlebnisses Hochwasser hatten die Bornaer Feuerwehrleute auch sonst ordentlich zu tun. Etwa bei einem Hauseinsturz am 2. Februar im Reichssteinweg, als die Feuerwehr gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk die Wände abstützen musste. Wenige Tage später mussten die Feuerwehrleute eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug in der Leipziger Straße befreien. Am 29. Mai wurde die Feuerwehr dann in die Bahnhofstraße gerufen. Im Postgebäude steckten fünf Leute in einem Fahrstuhl fest. Bei einem Wohnungsbrand An der Wyhra im Juli waren sie ebenso vor Ort wie beim Brand eines Feldes bei Frohburg und beim Großbrand der Firma Ladenburger in Geithain am 13. August.

Am 27. August dann eine Premiere für die Brandschützer. Sie mussten erstmals auf die neue Autobahn ausrücken, die wenige Wochen vorher offiziell freigegeben worden war. Drei Verletzte gab es bei ein Unfall in der Sachsenallee am 26. Oktober.

Derzeit zählt die Feuerwehr in der Stadt Borna 121 Leute. Noeske: "Damit sind wir von unserer Sollstärke weit entfernt". Zu den 121 Leuten gehören 33 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie 34 Kinder. Die 54 aktiven Kräfte reichen aber dennoch aus, so dass niemand um die Einsatzstärke der Feuerwehr fürchten muss, wie der Wehrleiter betont. Ein Einsatzzug sei immer komplett, und das sind immerhin 24 Leute.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2014
Nikos Natsidis

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