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Bitte Platz nehmen: Christen-Treffen in Grimmaer Klosterkirche

Religion Bitte Platz nehmen: Christen-Treffen in Grimmaer Klosterkirche

Weltoffen wollen sich die Christen im Kirchenbezirk Leipziger Land bei ihrem Jahrestreffen in Grimma zeigen. Kurz vor dem Lutherjahr 2017 machen sie die Reformation zum Jahresthema. Mit Pastor Jackson Mwkabasi aus Tansania wird auch ein ziemlich bester Freund predigen.

Die Klosterkirche in Grimma dient als Veranstaltungsraum für den diesjährigen Kirchenbezirkstag im Leipziger Land.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Ob zum diesjährigen Treffen der Kirchgemeinden im Leipziger Land Ugali serviert wird, das vermochte Beate Schelmat-von Kirchbach nicht zu sagen. Aber es werden auf alle Fälle typische Spezialitäten aus der Küche Tansanias gereicht. „Soviel ist sicher“, sagte die Pfarrerin aus Wyhratal, in deren Aufgabenbereich besondere Projekte im Kirchenbezirk fallen. In dieser Funktion organisiert sie den diesjährigen Kirchenbezirkstag, der verschiedene Facetten haben wird.

Ziemlich beste Freunde: Mit Anspielung auf die französische Filmkomödie, die sich um die Freundschaft des vermögenden, aber im Rollstuhl gefesselten Philippe und den vorbestraften Pfleger Driss rankt, geht es um das Miteinander in der Gesellschaft. „Integration und Inklusion – das ist unsere Absicht“, so die Pfarrerin. Grimma als Veranstaltungsort sei bewusst gewählt worden. „Der Verein uno mondo leistet eine unvergleichliche Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde“, sagt sie. Einmal pro Woche kommen im Mehrgenerationenhaus Männer, Frauen und Kinder aus verschiedenen Nationen und Kulturen zusammen, um Tee zu trinken und sich auszutauschen. Dabei ergeben sich Kontakte zu Behörden, Kindereinrichtungen und Schulen, die Flüchtlingen das Ankommen in Deutschland erleichtern sollen. „Aber Miteinander ist noch mehr – auch Kongregation“, so Schelmat von Kirchbach.

Partnerkirche Tansania: Hier kommt das afrikanische Land, in das die Christen im Leipziger Land seit vielen Jahren Kontakt halten, ins Spiel. „Die Rucksack-Aktion für Tansania hat eine lange Tradition“, erklärt die Pfarrerin. Mit Hilfe von Geldspenden seien bereits Tausende von Rucksäcken mit Schulsachen gepackt worden, die Kindern in dem afrikanischen Land den Einstieg in den Schulalltag ermöglichen sollen. Eine Brücke zum Glauben in Tansania wird Jackson Mwkabasi schlagen. Der Pastor absolviert gerade ein Missionsjahr in Leipzig und predigt während des Treffens in der Klosterkirche.

Jahresthema Lutherdekade: Kurz vor dem Lutherjahr 2017, in dem die Christen 500 Jahre Reformation feiern, wechseln die Kirchgemeinden von Bad Lausick, nach Grimma. „Die Klosterkirche ist in der Region die einzige Kirche, in der Luther wirklich gepredigt hat“, erklärt Schelmat-von Kirchbach den Ortswechsel. Seit 2010 waren die Gläubigen aus den Kirchenbezirken Borna, Grimma und Wurzen zum Schmetterling im Kurpark gepilgert. Auch wenn die Klosterkirche nur bis zu 400 Menschen aufnehmen kann, obwohl zu vorangegangenen Treffen bis zu 800 der Einladung folgten, soll der Ort Zeichen setzen.

Das Programm: Der Kirchentag findet am 23. Oktober statt und beginnt mit dem Gottesdienst 11 Uhr. Engenga aus Leipzig wird mit Kindern einen Trommelwirbel anstimmen. Es gibt einen Gewürzparcour, der die Düfte Afrikas aufgreift. Über den Bau von Windmühlen in Äthiopien wird der in Meißen lebende Pfarrer Jochen Hahn berichten. Über ein außergewöhnliches Hilfsprojekt kann die Christine Müller, Beauftrage im kirchlichen Entwicklungsdienst Auskunft geben. Die Leipzigerin koordiniert die Bemühungen der Kirche für Sozialstandards in der Bekleidungsindustrie. Offizielle und inoffizielle Gesprächsrunden sollen das Treffen begleiten. „Und natürlich Musik, ein Kinderprogramm, einheimisches und tansanisches Essen“, so Schelmat-von Kirchbach. „Kirche ist nicht angestaubt, sondern lebendig und weltoffen.“

Nicht nur der Gottesdienst wird zweisprachig gehalten. Auch die von Hand zubereiteten Speisen für das Buffet sollen zwei Küchen repräsentieren. „Wir haben Rezepte für tansanische Gerichte in die Kirchgemeinden gegeben“, so Schelmat-von Kirchbach. Die beteiligten Gemeinden kochen jeweils ein Gericht für 20 Personen. Mit Sicherheit gehört Ugali dazu, der Maisbrei, um den sich in der tansanische Küche alles dreht.

Von Birgit Schöppenthau

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