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Borna Blauer Hecht bleibt weiter eine Brache
Region Borna Blauer Hecht bleibt weiter eine Brache
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14:10 19.05.2015
Der Blaue Hecht zu DDR-Zeiten. In den 90er Jahren wurde das Gebäude abgerissen. Quelle: Gottfried Grobleben

"Wir haben keinen Zwang, das Gelände zu verkaufen."

Immerhin handelt es sich um das Grundstück, auf den einst ein Gasthof, eben der "Blaue Hecht", stand, der vor Jahrhunderten zu den besten Steuerzahlern in der Stadt gehörte. Der Blaue Hecht hat eine wahrlich wechselvolle Geschichte, zu der der große Stadtbrand im Jahr 1668 ebenso gehört wie die Errichtung eines großen Gesellschaftssaales. Älteren Bornaern ist der Hecht vielleicht noch als Lichtspiel-Central-Theaters in Erinnerung; Mitte der 60er Jahre hatte das damalige Staatliche Orchester Leipzig mit Sitz Borna seinen Probenraum dort. Nicht zuletzt befand sich dort Funckes Kräutergewölbe. Vor etwa zwei Jahrzehnten wurde das Gebäude abgerissen.

Seither gab es immer wieder Versuche, das Areal neu zu nutzen. So trug sich das Pflege-Unternehmen Advita lange Zeit mit konkreten Überlegungen, dort ein betreutes Wohnen für Demenzkranke zu errichten.

Nicht neu ist auch die Überlegung von Oberbürgermeisterin Luedtke, die Verwaltung im Stadtzentrum zu zentralisieren und das Hecht-Grundstück zum Bau eines weiteren städtischen Verwaltungsgebäudes zu nutzen. "Das wäre sinnvoll", sagt die Rathauschefin. Dann würde der einstige Kindergarten An der Wyhra, in dem derzeit nennenswerte Teile der Stadtverwaltung untergebracht sind, der Abrissbirne zum Opfer fallen. Luedtke betont aber, dass das Thema gegenwärtig nicht auf der Tagesordnung steht. Im Gespräch war auch einmal der Bau eines Hotels, das Übernachtungen im preisgünstigen Segment anbietet.

Für eine überschaubare Zeit jedenfalls bleibt der Hecht also eine gepflegte Wiese. Eins aber wird er nach Überzeugung der Oberbürgermeisterin garantiert nicht: Platz bieten zum Bau einer wie auch immer gearteten Verkaufseinrichtung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2014
Nikos Natsidis

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