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Borna „Blaues Haus“ in Pegau zeigt Ausstellung mit Stein & Stoff
Region Borna „Blaues Haus“ in Pegau zeigt Ausstellung mit Stein & Stoff
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12:13 03.03.2017
Handwebmeisterin Johanna-Elisabeth Nehm und Bildhauer Bernhard Männel stellen ab Sonnabend in der Galerie „Das Blaue Haus“ in Pegau aus. Zu sehen sind unter anderem Sandsteinskulpturen, hier „Gesichter“, und Wandteppiche wie „Jahreszeiten“ (l.) und „Mutter Erde weint“. Quelle: Andreas Döring
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Pegau

Rückkehr und Premiere zugleich wird die neue Ausstellung in der Pegauer Galerie „Das Blaue Haus“. Bildhauer Bernhard Männel und Handwebmeisterin Johanna-Elisabeth Nehm eröffnen am Sonnabend im „Bilderladen“ von Rainer Pleß die Schau „Ein/ausSICHTen“ – Werke aus Stein und Stoff, einzeln und kombiniert.

„Eine solche Stoffkünstlerin hatten wir noch nie“, sagt Pleß. „Da passte es gut, dass sie in Dresden eine Ateliergemeinschaft mit dem Bildhauer hat.“ Der war 2015 beim 9. Pleinair im Klostergarten dabeigewesen; aufgestellt wird seine dortige Arbeit aber erst noch in der Großen Anlage. Im Kindergarten „Grünes Tal“ steht aber schon ein kleiner Elefant.

Jetzt zeigt der 51-Jährige Frauentorsi und Gesichter, vor allem aus Sandstein. „Weibliche Formen sind doch was Schönes“, findet Männel. Die Gesichter hat er lediglich halb aus dem Stein geschlagen. „Weil wir oft nur einen Teil sehen, erkennen können, vieles versteckt bleibt.“ Bewusst ließ er, der übers Hobby zum Beruf kam, den Muschelabdruck drauf, den er auf dem Rohmaterial entdeckt hatte. Einen zweiten arbeitete er heraus, auf der „Wange“. Aus Speckstein und Marmor sind kleinere Stücke in der Schau.

Besonders sind die gemeinsamen Werke mit Nehm. Etwa „Die Quelle“, wo blaue Fäden und ein Webstreifen als Wasser aus dem Stein sprudeln. Und „Der Tanz“ mit zwei gekreuzt zusammengewachsenen Ästen, die oben den bearbeiteten Stein und unten den Stoff halten.

Wie Tanzen empfindet Johanna-Elisabeth Nehm aufgrund der vielfältigen Bewegungen ihr Schaffen am Webstuhl; sechs große (drei nicht aufgebaut) und mehrere kleinere für Kurse hat sie im Atelier. „Weben ist Leben, ist einer meiner Sprüche“, sagt sie. „Es hat für mich was Philosophisches, ich lerne dabei viel über mich.“ Was mit der unbedingten Konzentration, dem Fokussieren zusammenhängt. Klar verwendet die 55-Jährige verschiedenartige Fäden für ihre Stücke. Doch auch (Zeitungs-)Papier, wie bei „Schlagzeilen“, Schilfstäbe, Schneckenhäuser und Plastetütenstreifen sind dabei. Seit Kurzem sogar Porzellanteile einer Bekannten.

Die künstlerischen Werke sind bei beiden nur ein Teil der Arbeit. Zudem entstehen hier Gebrauchswebereien wie Decken, Schals, Tücher, dort Tiere, vor allem Eulen, und Vogeltränken, auch Auftragswerke. deshalb sind die zwei häufig auf Kunsthandwerkermärkten zu finden.

Info: Galerie „Das Blaue Haus“, Pegau, Zeitzer Straße 31: Ausstellung „Ein/ausSICHTen“, Stein & Stoff, Johanna-Elisabeth Nehm/Bernhard Männel, Eröffnung am 4. März, 15.30 Uhr; Öffnungszeiten dienstags, 10 bis 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung, Telefon 034296/4 90 10, E-Mail blaues-haus@t-online.de

Von Olaf Krenz

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