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Bockwitz: Entscheidung wird vertagt

Bockwitz: Entscheidung wird vertagt

Wer die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung liest, könnte sich verwundert die Augen reiben: Das Thema Bockwitzer See findet sich dort nicht. Entgegen früheren Ankündigungen steht eine Entscheidung über das Projekt eines Strafvollzuges in freien Formen auch im November nicht auf der Tagesordnung.

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Der Grundstücksverkauf am Bockwitzer See wird erneut verschoben.

Quelle: Günther Hunger

Borna. Es existiere noch Beratungbedarf, heißt es. Immerhin gibt es einige grundlegende Klarheiten in Sachen Bockwitz.

Was immer dereinst mit dem umkämpften Areal geschieht, auf dem sich bis Ende der 80er Jahre das Dorf Bockwitz befand, eins ist klar: Die Straßen, die dorthin beziehungsweise vorbeiführen, werden in Ordnung gebracht. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) erklärte jetzt, dass noch in diesem Jahr mit den entsprechenden Arbeiten begonnen wird.

Dabei handelt es sich allerdings zunächst lediglich um Planungen. Vorgesehen ist, sowohl die Straße von Borna nach Dittmannsdorf als auch die Stichstraße, die zu den Wiesen und Weiden führt, auf denen sich der Seehausverein gern niederlassen würde, instand zu setzen. Die Kosten belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro für die Trasse Richtung Kitzscher und 124 000 für die Stichstraße. Und weil die Geschwister-Scholl-Straße ohnehin seit längerem als eine Art DDR-Gedächtnisstrecke gelten kann, wird sie ebenfalls in Ordnung gebracht – für eine Million Euro. Die Arbeiten sollen im Frühjahr oder Sommer 2013 beginnen.

Dagegen ist noch unklar, wie die Zukunft von Bockwitz aussieht. Neben dem Seehaus-Verein, der sich seit nunmehr drei Jahren um die Niederlassung am Bockwitzer See bemüht, liegen in der Stadtverwaltung andere Interessensbekundungen vor. Das Seehaus-Projekt genießt bekanntlich höchste Protektion. Dennoch ist die Zahl der Befürworter unter den politisch Verantwortlichen in Borna rapide gesunken. Weil nunmehr bekanntlich mindestens noch ein weiterer Interessent die Fühler nach dem Areal ausgestreckt hat, wird die Sache vertagt. Auf eine Sonderbauausschusssitzung im Dezember. Dann soll sich der neue Mitbewerber, von dem offiziell nur bekannt ist, dass es sich um ein Unternehmen aus Sachsen-Anhalt handelt, vorstellen. Es scheint zumindest denkbar, dass es sich um eine Firma handelt, die ihr Geld mit Naherholungsprojekten verdient.

„Das wird alles erst später entschieden", sagt die Rathauschefin. Und sie betont, dass es auch gar keine Entscheidung für irgendeinen der Interessenten geben muss. „Dann bleibt alles, wie es ist." Und die 50 schottischen Hochlandrinder, die eine Landwirtin im Nebenerwerb aus Prießnitz seit Jahren auf einer Fläche von zwölf Hektar dort grasen lässt, können weiter in ihrem Paradies weiden.

Nikos Natsidis

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