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Borna Bockwitzer See: Badeerlaubnis in der Warteschleife
Region Borna Bockwitzer See: Badeerlaubnis in der Warteschleife
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00:19 09.06.2017
Der Bockwitzer See bei Borna. Quelle: André Neumann
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Borma

Still ruht der Bockwitzer See auch weiterhin. Zwar wird dort schon seit Jahren gebadet, offiziell erlaubt ist das allerdings nicht. Mit der Nutzung des ehemaligen Tagebaus im Bornaer Osten beschäftigt sich auch ein spezieller Ausschuss des Bornaer Stadtrates, dessen Schaffung der Stadtrat im Herbst 2015 beschlossen hatte. Am Mittwoch kommt das Gremium wieder zusammen, wie Günter Kolbusa (Fraktion SPD/FDP), Vorsitzender des Ausschusses, sagt.

„Wir warten nach wie vor auf die Erteilung des Gemeingebrauchs“, bringt es der nach Dienstjahren drittälteste Bornaer Stadtrat auf den Punkt. Damit ist das allgemeine Recht gemeint, Sachen beziehungsweise Dinge zu nutzen, die der Öffentlichkeit gewidmet sind. „Es geht also um ein Nutzungsrecht“, so Kolbusa, was im Falle des Bockwitzer Sees bedeuten würde, dass sich jedermann am See vergnügen kann und was naturschutzrechtliche Belange berücksichtigt. Dann könne das städtische Ufergrundstück, auf dem aktuell Rinder weiden, auch für den Badebetrieb genutzt werden. Derzeit aber werde auf das Ergebnis der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) gewartet, das Auskunft über die Wasserqualität geben soll.

Das bestätigt auch Brigitte Laux, die Sprecherin des Landratsamtes. Für die Freigabe des Bockwitzer Sees seien „Aussagen zu den Auswirkungen zum Beispiel auf den Naturschutz erforderlich“. Weil die LMBV die Ausschreibung für die entsprechende Untersuchung erst vor kurzem in Auftrag gegeben habe, seien Prognosen noch nicht möglich.

Das bedeutet, dass mit einer offiziellen Freigabe des Gewässers als Badewanne für die Bornaer in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist. Das ist auch Kolbusa klar. Fest stehe aber auch, dass trotz ausstehender Untersuchungsergebnisse bisher keinerlei Schäden durch das Baden im Bockwitzer See bekannt seien. Immerhin gilt das Wasser in dem ehemaligen Tagebau, der in den Jahren 1993 bis 2005 geflutet wurde, als sauer. Der Tagebau Bockwitz war zehn Jahre lang, von 1982 bis 1992, genutzt worden.

Um das Areal hatte es vor Jahren heftige Diskussionen gegeben, als sich der damalige Prisma-Verein, der heute als Seehaus-Verein firmiert, mit seinem Projekt für einen Strafvollzug in freien Formen dort niederlassen wollte. Prisma/Seehaus, noch in Störmthal, baut derzeit seine neue Einrichtung am Hainer See. Zwischenzeitlich war auch von einem Investor die Rede, der am Bockwitzer See ein Hotel errichten wollte. Ein Campingplatz war ebenfalls im Gespräch. Der frühere Landrat Gerhard Gey (CDU) hatte davon gesprochen, dass der Bockwitzer See zum Haussee der Stadt Borna werden könne, so wie es in Markkleeberg der Markleeberger See sei.

Von Nikos Natsidis

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