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Borna Böhlen: Erste Bahnbrücke in Großdeuben nimmt Formen an
Region Borna Böhlen: Erste Bahnbrücke in Großdeuben nimmt Formen an
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11:43 22.03.2018
Die ersten Walzträger für die Brücke in der Zwenkauer Straße sind bereits eingeflogen und montiert. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Im Böhlener Stadtteil Großdeuben gab es in den vergangenen Tagen wieder zahlreiche Gelegenheiten, auf Fotosafari zu gehen. Denn an den drei Bahnbrücken in der Zwenkauer, Linden- und Turnerstraße tut sich derzeit in kurzer Zeit sehr viel. So kam jetzt in der Zwenkauer Straße die Bauweise „Walzträger-in-Beton“ zum Einsatz. Heißt: der Überbau besteht aus mehreren dicht nebeneinander verlegten Walz-Profilen und einer Querbewehrung aus Beton. Heißt aber auch: Per Kran flogen die Walzträger ein und wurden auf die Brückenwiderlager gesetzt.

„Bis zum Herbst soll diese Brücke fertig sein, so dass dann auch wieder der Verkehr rollen kann“, sagt Matthias Sieber von der DB Netz AG, Bauherr der Maßnahmen. Vor eineinhalb Jahren hatte die DB Netz AG im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale damit begonnen, die Brücken auf dem Streckenabschnitt zwischen Markkleeberg-Gaschwitz und Böhlen abzureißen. Betroffen waren davon die zum Teil mehr als 100 Jahre alten Bauwerke auf der Westseite der Tangente. Um dennoch den Bahnverkehr zu gewährleisten, entstanden in den drei Straßen in Großdeuben Provisorien.

Die aber bleiben noch einige Zeit bestehen. Denn auch wenn die erste Brücke demnächst fertig ist, rollen S-, Regionalbahnen sowie Güterverkehr weiterhin über die Hilfsbrücken. „Sonst müssten die Schienen jedes mal umverlegt werden“, begründet Sieber. Auch das Bauwerk in der Turnerstraße soll im Herbst fertig werden. Dann beginnen wiederum in der Lindenstraße die Arbeiten – das hat den Vorteil, dass immer eine Straße für den Verkehr offen bleibt. Bis 2018 aber müssen sich die Großdeubener noch gedulden, erst dann sollen alle Arbeiten in dem Abschnitt abgeschlossen sein.

Im Juli wird es laut Sieber erneut einen Informationstag an der Brücke in der Zwenkauer Straße geben. Zum einen will die DB Netz AG die Gelegenheit nutzen, sich bei den Bewohnern für deren Verständnis zu bedanken, zum anderen können die Großdeubener Fragen zu weiteren Baudetails und Zeitabläufen stellen.

Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 92 Millionen Euro in den Streckenabschnitt, um eine moderne Schieneninfrastruktur zu schaffen, die einen Zugverkehr mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometer pro Stunde ermöglicht. Bis 2019 werden zwischen Markkleeberg Gaschwitz und Böhlen rund 14 Kilometer neue Gleise verlegt, etwa 17 Kilometer neue Oberleitungsanlagen und 42 neue Weichen. Vier Eisenbahnunterführungen und ein Personentunnel werden erneuert.

Auch der Haltepunkt in Großdeuben erfährt eine Rundum-Erneuerung. Zum Leidwesen vieler aber ist ein barrierefreier Ausbau von Seiten des Bauherren noch immer nicht vorgesehen.

Von Julia Tonne

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