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Borna Böhlen: Fackel des Dow-Werkes leuchtet planmäßig wieder 2018
Region Borna Böhlen: Fackel des Dow-Werkes leuchtet planmäßig wieder 2018
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12:20 23.03.2017
Die Hoch-Fackel des Dow-Werkes brennt, das Foto entstand 2015. Quelle: Andreas Döring
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Böhlen/Lippendorf

Der Ausfall eines Dampferzeugers war nach Unternehmensangaben Ursache der Störung im Cracker des Dow-Werkes in Böhlen. Das hatte in der vorigen Woche von Mittwochabend bis einschließlich Sonntag zu einer sehr hell brennenden Fackel mit starker Rußbildung geführt. Seit Freitag wurden die Anlagen schrittweise wieder in Betrieb genommen.

Mit dem Dampf, erläutert Unternehmenssprecherin Sandra Brückner, „werden verschiedene Turbinen betrieben, die wiederum weitere Maschinenteile und Verdichter antreiben“. Aufgrund des fehlenden Dampfes, seien die Anlage sowie weitere nachgelagerte Anlagenbereiche automatisch in einen sicheren Betriebszustand gefahren worden. Die in den Anlagen befindlichen Kohlenwasserstoffgase wurden über die 146 Meter hohe Fackel verbrannt. Nach Aussage der Landesdirektion Sachsen sei eine Fackeltätigkeit in dieser Größenordnung zuletzt im Juli 2015 beobachtet worden. Die Landesdirektion Sachsen ist Genehmigungs- und Überwachungsbehörde für die Anlagen des Chemiewerkes Dow am Standort Böhlen.

Planmäßig wird die Fackel erst in rund einem Jahr wieder überschüssige Gase verbrennen. Im Frühjahr 2018 findet laut Brückner die nächste planmäßige Großabstellung im Werk Böhlen statt. Um die umfangreichen Reinigungs-, Inspektions- und Wartungsarbeiten durchführen zu können, müssen dann die Anlagen zunächst schrittweise außer Betrieb genommen werden. Sämtliche Rohrleitungen und Behälter werden entleert , die darin befindlichen Gase über die Hockfackel verbrannt. „Dabei ist mit einem zeitweisen Hockfackelbetrieb und Flammenbildung zu rechnen“, kündigt die Sprecherin an.

Ungeplante Stillstände und technische Störungen will das Unternehmen möglichst vermeiden. „Technische Probleme sind jedoch nie ganz ausgeschlossen und erfordern im Interesse der Sicherheit eine schnelle Entleerung der Systeme über die Hochfackel“, sagt Sandra Brückner. Deshalb müssten die Fackeln ständig verfügbar sein. Deren Betrieb werde auf verschiedenen Wegen überwacht, „so dass die Sicherheit stets gewährleistet ist“.

Von André Neumann

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