Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Böhlen: Für Kraftfahrer wird alles anders
Region Borna Böhlen: Für Kraftfahrer wird alles anders
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:48 27.07.2018
Blick auf die Anschlussstelle Böhlen/Zwenkau der B 2/B 95. Dort läuft der Verkehr ab Montag komplett anders. Quelle: Julia Tonne
Anzeige
Böhlen

Wer sich als Auto-, Motorrad- und Brummifahrer die vergangenen Tage an die Verkehrsführung an der Anschlussstelle bei Böhlen/Zwenkau gewöhnt hat, kann ab Montag alles wieder vergessen. Denn dann wird alles anders. Zumindest für die nächsten drei Wochen. Der Bau der Autobahn 72 macht gerade im Bereich Böhlen und dessen Stadtteil Großdeuben immer wieder Änderungen erforderlich.

Veränderungen in vielen Bereichen

Wer ab Anfang nächster Woche auf der Staatsstraße S 72 von Böhlen nach Großdeuben fahren möchte, kann das weiterhin tun – allerdings wird die seit einiger Zeit bestehende Einbahnstraße in der Richtung verlängert – von der jetzigen Anbindung auf die Bundesstraße 95 bis zur Auenstraße. „Es bleibt einspurig“, sagt Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos).

Die Autofahrer, die in entgegengesetzter Richtung unterwegs sind, also von Großdeuben nach Böhlen wollen, müssen wegen der Verlängerung der Einbahnstraße nun schon in der Auenstraße auf die B 2 in Richtung Zwenkau, kreuzen die B 2 und fahren danach auf die B 95 und von dort bis zur Nord-Ost-Anbindung, um dann nach Böhlen zu gelangen. Die Auenstraße selbst wird ebenfalls zur Einbahnstraße – in Richtung Bundesstraße.

Das bedeutet wiederum, dass diejenigen, die an der Anschlussstelle B 2/B 95 von Leipzig kommend nach Großdeuben wollen, nicht mehr die Auenstraße abfahren können, sondern die Abfahrt B 2 Richtung Zwenkau nehmen und von dort aus auf die S 72 fahren müssen.

Richtung Leipzig zunächst wie bisher

Für die Böhlener, die nach Leipzig wollen, ändert sich erst einmal nichts weiter. Sie müssen nach wie vor auf die B 95 und den Umweg über Rötha in Kauf nehmen, um dort auf die gegenüberliegende Fahrbahn zu kommen. Auch die Radfahrer, die zwischen Böhlen und Großdeuben entlang der S 72 unterwegs sind, kommen noch in gewohnter Weise voran. Zwar sei laut Berndt die Verlegung des Weges auf die gegenüberliegende Straßenseite angelaufen, um Platz für den vierspurigen Ausbau der S 72 zu schaffen, aber genutzt werden könne er noch nicht.

Laut Berndt halte derzeit vor allem die Stadtverwaltung die Böhlener auf dem Laufenden, was die Entwicklung der Baustelle betrifft. „Auch wir haben nur durch Zufall von den Änderungen erfahren“, sagt der Rathauschef. Vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das für den Bau der A 72 verantwortlich zeichne, seien keine Informationen darüber gekommen.

Lasuv widerspricht dem Rathaus

Das kann Isabell Siebert, Sprecherin des Lasuv, nicht bestätigen. Erst am vergangenen Dienstag habe es zu dieser Problematik ein Treffen in Markkleeberg gegeben. Dort seien auch Vertreter der Stadtverwaltung Böhlen dabei gewesen. Wie Siebert betont, stellen sich zudem die letzten Entscheidungen und Details eben immer erst kurz vor der jeweiligen Bauphase heraus, „wenn Verkehrsbehörde, Polizei und Baubetrieb finale Abstimmungen dazu getroffen haben“.

Von Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Monaten liegen Erinnerungssteine für gefallene Soldaten vom Sturm umgeworfen auf dem Oelzschauer Friedhof. Auch der Rest der Anlage ist stark marode. Unklar ist offensichtlich, wer zuständig ist.

26.07.2018

Seit einigen Jahren sind die Tierheime in der Sommerzeit nicht mehr restlos überlastet. Ein möglicher Grund könnte sein, dass viele heute vor dem Urlaub ihre Hunde und Katzen über Onlineportale abgeben.

26.07.2018

Die Standesbeamtin Katrin Schröder in Neukieritzsch bekommt Verstärkung: Ab sofort stellt auch Andreas Gohr Brautpaaren die Fragen aller Fragen. Das ist nötig, weil die Zahl der Trauungen wächst.

26.07.2018
Anzeige