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Borna Böhlen: Hoffnung auf Fördermittel für Neubau der Sporthalle steigt
Region Borna Böhlen: Hoffnung auf Fördermittel für Neubau der Sporthalle steigt
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17:38 28.04.2017
Auf dem Gelände des Schulzentrums in der Lessingstraße soll die neue Sporthalle errichtet werden. Quelle: Andreas Döring
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Böhlen

In Böhlen steigt gerade die Hoffnung auf Fördermittel für den Bau der Sporthalle am Schulkomplex. Bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend verkündete Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) zwei Eilentscheidungen, die er ohne vorherige Zustimmung des Gremiums getroffen hatte und die den Neubau der Zweifeldturnhalle betreffen. Zudem gab der Rat grünes Licht für den Vorgriff auf Zahlungen in den Jahren 2018 und 2019 für das gleiche Vorhaben.

Wie berichtet, hatte die Stadt bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Fördermittel schon im vergangenen Jahr für die Sporthalle beantragt, war aber noch nicht bedacht worden und stellte Anfang 2017 erneut einen Antrag. „Nun sollen wir der Bank zuzüglich zum Fördermittelantrag noch die Entwurfsplanungen und die Planungen für die Ausrüstung der Halle nachreichen“, begründete Berndt seine Eilentscheidungen. Die Kosten sowohl für die Bauplanungen in Höhe von rund 51 000 Euro als auch für die Pläne der Ausstattung in Höhe von etwa 22 000 Euro werden laut Bauamtsleiterin Katrin Aust mit aus den Vorjahren übertragenen Mitteln finanziert.

Mit großer Mehrheit beschloss der Stadtrat außerdem den verbindlichen Vorgriff auf den Haushalt der nächsten zwei Jahre. 2018 will Böhlen für den Bau der Sporthalle 82 000 Euro beisteuern, 2019 knapp 53 000 Euro. „Um Fördermittel zu erhalten, müssen wir beweisen, dass wir die erforderlichen Eigenmittel stemmen können“, begründete Berndt den Beschlussantrag. Und die liegen nach neuen Berechnungen bei 1,9 Millionen Euro, insgesamt schlägt der Neubau mit circa 3,4 Millionen zu Buche, förderfähig davon sind 43 Prozent.

Sowohl Berndt als auch Aust rechnen sich gute Chancen aus, in den kommenden Wochen einen positiven Bescheid von der SAB zu erhalten. „Die Bank würde das Nachreichen von Unterlagen nicht fordern, wenn es nicht erste Signale geben würde, dass es diesmal klappen könnte“, erklärte Aust vorsichtig. Mirko Altmann von der SPD schlug in die gleiche Kerbe: „Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass es nicht schiefgeht, wenn weitere Unterlagen eingereicht werden müssen.“

Berndt mahnte abschließend an, den Forderungen der Bank so schnell wie möglich nachzukommen – daher auch die zwei Eilentscheidungen –, „denn je länger wir warten, desto teurer wird der Bau“. Und die Zeit drängt, in der bisher genutzten Sporthalle am Freibad steigt fast täglich der Aufwand für Reparaturen und Ausbesserungen. Schon deshalb sei Eile geboten.

Bereits 2015 hatte der Stadtrat den Bau der Halle beschlossen und auch zugleich dem Standort am Schulkomplex in der Lessingstraße seine Zustimmung gegeben. Errichtet werden soll die Zweifeldhalle dort, wo bis vor wenigen Monaten noch das Polytechnikum stand.

Von Julia Tonne

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