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Borna Böhlen: Karussell hautnah – Clubkonzert zieht begeistere Fans ins Kulturhaus
Region Borna Böhlen: Karussell hautnah – Clubkonzert zieht begeistere Fans ins Kulturhaus
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07:00 20.03.2017
Nach dem Film zur Bandgeschichte begeistert Karussell das Publikum mit alten und neuen Hits hautnah und mitreißend. Quelle: Gislinde Redepenning
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Böhlen

Christiane Fuhrmann, Geschäftsführerin des Kulturhauses in Böhlen, begrüßte am Sonnabend persönlich das Publikum, das beim angekündigten Clubkonzert „Karussell hautnah“ erleben wollte. Es werde im voll besetzten kleinen Saal tatsächlich hautnah, rockig und alle begeistern, versprach sie und sollte recht behalten.

Unter dem Motto „40 Jahre – 40 Hits“ erlebten die Fans eine Zeitreise mit alten und neuen Songs. Vor dem wirklich rockigen und leidenschaftlichen Live-Part flimmerte ein Film zur Bandgeschichte über die Leinwand. Joe, 1980 geborener Sohn des Bandgründers Wolf Rüdiger Raschke, der sich 2007 für das Comeback der Gruppe stark machte und seitdem als Sänger, Komponist, Texter, Multiinstrumentalist und charismatischer Frontmann die Weichen stellt, führte als Moderator durch vier Jahrzehnte.

Karussell feierte die größten Erfolge, als er noch ein Kind war, 1987 mit dem Ohrwurm und Superhit „Als ich fortging“. Damals habe er die Lieder aufgesogen, erst viel später den Wert der Texte erkannt. „Es sind sehr gute Texte mit verdammt weisen Worten“, ist er sich mit seinem Publikum einig. Er plauderte aus der Historie, erzählt vom Personen-Karussell, das immer in Bewegung war und sprach von schweren Zeiten. Er hatte sich im Archiv des MDR auf Spurensuche begeben und war fündig geworden. Szenen von früheren Auftritten mit Hits wie „Wer die Rose ehrt“, „Fenster zu“, „Entweder oder“, und „Halte durch“ waren sicher nett anzusehen und weckten Erinnerungen, doch wirklich mitreißend entwickelte sich die Atmosphäre erst im zweiten Teil, als die Stars der Geschichte die Bühne betraten.

Schlagartig erwachte der Saal aus dem Phlegma und applaudierte. Rhythmisches Klatschen begleitete die ersten Takte. Auf den Abschnitt hatte sich in der Pause nach dem Film auch Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) gefreut, der als ehemaliger Kulturhaus-Chef mit doppeltem Herzblut zusah. „Der Film hat mich ein wenig enttäuscht“, gab er zu. „Ich hatte mir mehr Informationen aus der Geschichte und den ersten Jahren der Entstehung der Band erhofft.“

Der anschließende Titel-Mix begeisterte auch die Mitglieder des Fanclubs „Autostop“. Im Foyer vertrieben sie Merchandise-Artikel. Die Devotionalien fanden Absatz, doch echte Anhänger haben ihr Shirt mit dem Aufdruck des Bandnamens seit Jahren und Jahrzehnten längst im Gepäck. Treuester Fanclub-Begleiter ist das „Schaf 1001“, benannt nach dem Karussell-Hit „Mac Donald“, den Cäsar Peter Gläser mit seiner typischen tiefnasalen Stimme in den 70er Jahren sang. Seither reist das Maskottchen mit und wird durch die Reihen getragen, wenn der schottische Schafzüchter Mc Donald wol(l)lüstig sein Geld zählt und darüber die Liebe vergisst.

Die Jubiläumstour 2017 führt bis zum Jahresende über viele Stationen weiter, Karussell dreht sich dabei nicht nur im Kreis und gab das Versprechen: „Wir bleiben am Ball und arbeiten an unserer nächsten CD.“

Von Gislinde Redepenning

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