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Borna Böhlen: Pumpen sollen Unterführung in Großdeuben trocken halten
Region Borna Böhlen: Pumpen sollen Unterführung in Großdeuben trocken halten
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00:18 06.07.2017
Mit dem Neubau der Brücke in der Zwenkauer Straße muss die Entwässerung neu geregelt werden. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen/Großdeuben

Der Neubau der Bahnbrücke im Böhlener Stadtteil Großdeuben bringt eine Herausforderung mit sich. Denn wegen der Senke in der Zwenkauer Straße muss die Entwässerung mithilfe einer Hebeanlage gewährleistet werden. Rüdiger Kunzemann vom Ingenieurbüro Klemm & Hensen hatte die Details kürzlich in der Sitzung des Technischen Ausschusses erklärt.

Weil der Abwasserkanal der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) höher liegt als die Fahrbahn, muss der Bereich der Unterführung über Pumpen entwässert werden. „Das heißt, wir brauchen Pumpen, die das Niederschlagswasser nach oben in den Kanal bringen“, sagte er. Sensoren würden dafür sorgen, dass die Pumpe ihren Betrieb aufnimmt, sobald das Wasser eine bestimmte Höhe erreicht habe. Ein zweites Fördergerät sei notwendig, um für den Fall von Starkregen gerüstet zu sein.Bisher stellte sich die Situation laut Bauamtsleiterin Katrin Aust so dar, dass die Abwasserleitung und die Widerlager der einstigen Brücke miteinander verbunden waren. Doch mit dem Abriss der Brücke verschwanden auch die Widerlager. Daher kommt nun die Hebeanlage ins Gespräch. Und die solle gemeinsam mit der Deutschen Bahn realisiert werden.

Nach Errichtung der Hebeanlage liegt diese in Verantwortung der Stadt. „Genau das aber bedrückt mich etwas“, machte Rathauschef Dietmar Berndt (parteilos) während der Ausschusssitzung deutlich. Denn Böhlen sei dann für Wartung und Reparaturen zuständig. Die Kosten eben dafür müssen jedoch nicht aus der städtischen Kasse genommen werden. Vielmehr gebe es laut Matthias Sieber von der DB Netz AG (diese ist Bauträger unter anderem für die neuen Brücken in Großdeuben) eine Nachtragsvereinbarung mit der Deutschen Bahn. Diese habe zugesagt, der Stadt eine Ablösesumme in Höhe von rund 100 000 Euro zu zahlen, die Böhlen dann zur Deckung der Unterhaltungskosten einsetzen könne.

Dass die fertige Hebeanlage nicht in den Verantwortungsbereich der KWL fällt, hängt damit zusammen, dass sie lediglich der Straßenentwässerung dient. „Anders würde es aussehen, wenn es sich um Mischwasser handeln würde“, erklärte Berndt. Aller Voraussicht nach könnte das Pumpensystem noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen, die Brücke in der Zwenkauer Straße jedenfalls solle laut Sieber im Herbst fertig gestellt sein.

Von Julia Tonne

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