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Borna Böhlen: Schau vereint Kunstrichtungen
Region Borna Böhlen: Schau vereint Kunstrichtungen
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11:54 30.08.2018
Carola und ihr Mann Andreas Mocker (v. li.) stellen gemeinsam mit Bernd Radestock Malerei und Keramik aus. Zudem sind Fotografien von Luise Mocker zu sehen. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Gleich zwei Besonderheiten hat die neue Ausstellung im Böhlener Kulturhaus zu bieten: Erstmals sind nicht nur die Werke eines Künstlers zu sehen, sondern von vieren. „Zudem vereint die Schau unterschiedliche Kunstrichtungen: Malerei, Fotografien und Keramik“, sagt Christiane Fuhrmann, Geschäftsführerin des Hauses. Sie verwundert es daher nicht, dass fast 40 Besucher zur Eröffnung am Dienstagnachmittag kamen.

Laudatio auf die vier Künstler

Und noch etwas war ungewöhnlich: Der Leipziger Kunsthistoriker Gerd W. Fiedler hielt die Laudatio auf die vier Künstler Andreas, Luise und Carola Mocker sowie Bernd Radestock, die alle dem Lützschenaer Künstlerkreis angehören. „Es ist eine beeindruckende Ausstellung – noch dazu an einem wunderbaren Ort wie diesem“, brachte es Fiedler auf den Punkt.

Maler und Musiker

Zunächst einmal begann die Eröffnung mit Musik. Denn Andreas Mocker ist nicht nur Maler mit Leib und Seele, sondern auch Musiker. Schon aus dem Grund finden sich unter seinen Werken zahlreiche Porträts von populären Musikern der Rock-, Blues- und Jazzszene. Sein zweites Steckenpferd: Stillleben und Landschaften. „Doch egal, was Andreas auf die Leinwand bringt, die Gestaltung ist immer so, dass er als alter Niederländer gelten könnte“, machte Fiedler deutlich.

Keramik mit Funktion

Mockers Frau Carola hingegen hat sich der Keramik verschrieben. Ihre Arbeiten bestechen aber nicht nur durch das Material und die Darstellung, sondern auch dadurch, dass sie eine Funktion haben. „Sie können von ihr mehrere Arbeiten kaufen, sie ineinander stellen oder aufeinander stapeln. Es passt immer“, rät der Laudator auf humorvolle Art den Gästen der Ausstellung.

Fotografie mit Computerbearbeitung

Dritte im Bunde der Familie Mocker ist Tochter Luise. Sie begeisterte die Besucher mit Fotografien. „Allerdings“, machte Fiedler deutlich, „hat die Bearbeitung am Computer einen größeren Stellenwert als das Fotografieren selbst.“ Die Bilder von Luise Mocker hätten nichts mit Knipsen zu tun. Mit

Maler mit scharfen Konturen

Bernd Radestock zeigt ein zweiter Maler derzeit Arbeiten von sich im Kulturhaus. Und diese sind gekennzeichnet von fast mathematischen Flächen. Scharfe Konturen, optimistische Farben und Schattenfugen seien laut Fiedler vorherrschende Elemente.

Zu sehen ist die Ausstellung bis Anfang 2019 in der Wandelhalle und in der ersten Etage des Kulturhauses.

Von Julia Tonne

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