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Borna Böhlen: Verein Wegweiser und Schützenverein ziehen um
Region Borna Böhlen: Verein Wegweiser und Schützenverein ziehen um
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06:00 12.07.2017
Ein neuer Bewohner des Hauses II der Böhlener Stadtverwaltung wird künftig der Verein Wegweiser. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Die Ausschreibungen sind raus, Baubeginn erfolgt in den nächsten Wochen: Die Stadt Böhlen investiert mehr als 80 000 Euro in die Deckensanierung von Haus II der Stadtverwaltung. Im Obergeschoss soll der Verein Wegweiser noch in diesem Jahr neue Räume bekommen. Denn das jetzige Domizil – die Baracke an der Leipziger Straße – ist nicht nur ein Energiefresser, sondern auch in einem desolaten Zustand.

Ursprünglich sollte die Sanierung bereits im November vergangenen Jahres beginnen, allerdings hatte die Stadt noch Fördermittel beantragt – mit Erfolg, der Bescheid kam in diesen Tagen per Post. Damit der Verein, der unter anderem Erziehungs- und Familienberatungsstelle ist, umziehen kann, ist eine Deckenverstärkung zwischen Erd- und Obergeschoss „zwingend erforderlich“, wie Böhlens Bauamtsleiterin Katrin Aust deutlich macht. Die bisherigen Holzbalken würden durch weitere Balken ergänzt, die bestehenden untersucht, ob sie den Ansprüchen genügen. Damit einher gehe die komplette Erneuerung des Fußbodens.

Die Bibliothek, die im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht ist, bleibt auch dort. Allerdings werden die Öffnungszeiten während der Bauphase auf zwei Tage in der Woche begrenzt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Stadtverwaltung das Obergeschoss von Haus II selbst nutzt – für die Unterbringung des Archivs. Das allerdings wird zukünftig sein Domizil im künftigen Rathausanbau bekommen, so dass die Räume vom Wegweiser bezogen werden können.

Für die Ausstattung der Räume gab es schon im vergangenen Jahr über das lokale Spendenprogramm „Wir für hier“ der DOW 5000 Euro. Laut Annett Engelmann, Beratungsstellenleiterin des Wegweisers, werde davon Mobiliar und methodisches Material angeschafft.

Vor allem aber brauche der Verein dringend mehr Platz, wie Engelmann klar macht. Benötigt werden mehrere Beratungszimmer, ein Gruppen- und ein Warteraum. Hinzu komme das Sekretariat. Die Ausweitung der räumlichen Kapazitäten ist vor allem der steigenden Nachfrage geschuldet.

Zieht der Wegweiser aus der Baracke aus, könnte diese dann leer stehen. Der bisher dort ebenfalls untergebrachte Jugendclub hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres geschlossen, die Schützengilde Böhlen/Rötha bekommt eine neue Unterkunft im Bauhof im Gewerbegebiet Gaulis.

Nach Aussage von Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) sei der Bauhof im Erdgeschoss angesiedelt, das Obergeschoss sei nur sporadisch genutzt worden. Die Hälfte davon stehe zukünftig den Sportschützen zur Verfügung. Das Landratsamt habe der Umnutzung zumindest mündlich bereits zugestimmt. Berndt ist vor allem daran gelegen, den Verein in der Stadt zu halten und ihm demzufolge neue Räume anzubieten. „Ich will einen Böhlener Verein nicht ziehen lassen“, betont er.

Achim Graichen, Vorsitzender der Schützengilde, ist froh, dass der Verein in der Stadt bleiben kann und sich alles so herrichten kann, wie es notwendig ist. „Denn ein passendes Vereinsdomizil für Schützen zu finden, ist alles andere als einfach“, erklärt er.

Von Julia Tonne

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