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Borna Böhlen freut sich über Fördermittelbescheid für Rathausanbau
Region Borna Böhlen freut sich über Fördermittelbescheid für Rathausanbau
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16:55 23.03.2018
Im hinteren Bereich des Böhlener Rathauses ist der Anbau für das Archiv geplant. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Fast scheint es so, als würden sich Politiker in Böhlen die Klinke in die Hand geben, um Fördermittelbescheide zu überbringen. Kürzlich war Sachsens Innenminister Markus Ulbig zu Gast, um 1,5 Millionen Euro für den Bau der neuen Zweifeldhalle zuzusichern. Nun schloss sich Petra Köpping an. Zwar nicht persönlich, aber immerhin schriftlich überbrachte die sächsische Ministerin für Soziales den nächsten Bescheid, der rund 360 000 Euro für die Modernisierung und die Erweiterung des Rathauses beinhaltet.

Seit Jahren bereits steht das Thema „Rathaus-Anbau“ im Raum. Denn die Stadt braucht dringend Räumlichkeiten für ein Archiv und vor allem einen Fahrstuhl. Doch wegen der geschätzten Kosten und bisher ausbleibender Förderung lag das Vorhaben zunächst auf Eis. Das hat sich seit Freitag erledigt, an dem Tag kam die lang ersehnte Zusage, die Baumaßnahme zu einem Großteil über das Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ zu finanzieren.

„Das Rathaus ist eines der wichtigsten Gebäude im Ort, es ist Herz und Motor der Kommunen. Daher freut es mich umso mehr, dass dieses Geld in das Rathausgebäude investiert und es nunmehr einer Verjüngungskur unterzogen werden kann“, erklärte Köpping, die selbst viele Jahre lang Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna gewesen war. Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) machte deutlich, dass die Stadt ein solche Vorhaben ohne Fördermittel nicht hätte stemmen können. Immerhin soll die Investition mit insgesamt rund 460 000 Euro zu Buche schlagen. Zukünftig sei es im Anbau möglich, „eine zeitgemäße Archivierung vorzunehmen und einen barrierefreien Eingang zu gewähren“, betonte er. Die Stadt habe bereits in den diesjährigen Haushalt Eigenmittel in Höhe von etwa 115 000 Euro eingestellt.

Einst 1902 als Pächterhaus des Ritterguts gebaut, dient das Gebäude seit 1928 als Rathaus. Doch der Platz für zu archivierendes Material wird zunehmend weniger. Um so drängender ist es, weitere Räume zu schaffen. Längst überfällig sei nach Aussage des Rathauschefs auch ein Fahrstuhl, bisher kommen Besucher der einzelnen Ämter nicht um das Treppensteigen herum. Was das Böhlener Rathaus betrifft, sei das Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ durchaus wörtlich zu nehmen. „Das Alte wird durch den Archivanbau besser bewahrt und durch die Schaffung von Barrierefreiheit werden Eltern mit Kleinkindern, Ältere und Menschen mit Behinderung einen der Zeit angepassten Zugang zum Rathaus erhalten.“ Die Planungen für die Gebäudeerweiterung könnten im nächsten Jahr abgeschlossen werden, so dass Baubeginn 2019 sein dürfte.

Noch in diesem Jahr hingegen gibt Berndt sozusagen den Startschuss für die Baumaßnahmen am Bauhof. Dieser wird einer energetischen Sanierung unterzogen und erhält unter anderem eine Deckendämmung und eine optimierte Heizungsanlage. Die Arbeiten kosten circa 80 000 Euro, werden jedoch über das gleiche Fördermittelprogramm mitfinanziert. Im Frühjahr kommenden Jahres soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Das Programm „Brücken in die Zukunft“ wurde vom Sächsischen Landtag im Dezember 2015 aufgelegt. Mit insgesamt 800 Millionen Euro ist es das größte Investitionsprogramm in die kommunale Infrastruktur seit dem Jahr 1990.

Von Julia Tonne

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