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Borna Böhlen und Rötha wollen Meldeamt zusammenlegen
Region Borna Böhlen und Rötha wollen Meldeamt zusammenlegen
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20:01 23.03.2018
Weil das Rathaus in Böhlen nicht barrierefrei ist, bekommt es einen Anbau. Der wiederum soll das gemeinsame Meldeamt von Böhlen und Rötha beherbergen. Quelle: Jens Paul Taubert
Böhlen

Böhlen könnte in absehbarer Zeit das Meldeamt der Stadt Rötha mit übernehmen. Der Stadtrat gab während seiner Sitzung am Donnerstagabend dafür grünes Licht. Einstimmig votierte das Gremium für den Abschluss einer „Zweckvereinbarung zur gemeinsamen Führung der Meldeämter [...] durch die Stadtverwaltung Böhlen“.

Service für Besucher am Rathaus ausbaufähig

Hintergrund der Überlegung ist ein Schreiben aus der Nachbarkommune vom 16. Februar. „Darin stellt Rötha den Antrag auf Prüfung der Zusammenlegung des Pass- und Meldewesens“, erklärte Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt. „Und von unserer Seite dürfte auch nichts dagegen sprechen.“ Wolfgang Kramer von der SPD-Fraktion gab allerdings zu bedenken, dass dann deutlich mehr Besucher ins Rathaus Böhlen kommen würden, „und schon jetzt klingeln sie und dann passiert nichts“. Die Bürger müssten wissen, dass sie gehört worden seien, der bisherige Umgang mit ihnen sei durchaus ausbaufähig. Beate Krutzsch, Vorsitzende der Fraktion Die Linke, regte „wenigstens optische Signale“ auf dem Flur an, damit jeder erkenne, ob die Mitarbeiter im Gespräch seien.

Nach Anbau ist Rathaus barrierefrei

Wichtiger jedoch war Kramer noch ein anderer Aspekt: Das Meldeamt sollte zukünftig im Anbau untergebracht werden, denn der bekomme einen Aufzug. „Das Rathaus selbst ist nicht barrierefrei, deshalb muss das Meldewesen umziehen, sobald der Anbau steht“, forderte er. Bei Berndt stieß er damit auf offene Ohren, „das ist angedacht“, erklärte dieser. Wie berichtet, will die Stadt mit einem Anbau ihr Verwaltungsdomizil erweitern, Baubeginn könnte im nächsten Jahr sein, erste Fördermittelzusagen gab es bereits.

Rötha noch zurückhaltend mit offener Diskussion

Während der Stadtratssitzung in Rötha tauchte das Thema ebenfalls auf, allerdings blieb es konkret unausgesprochen. Vielmehr fragte Uwe Bellmann, stellvertretender Bürgermeister (CDU), lediglich bei der Stadtverwaltung nach, warum in Böhlen ein Beschluss auf der Tagesordnung stehe, in Rötha aber nicht, wenn sich eben dieser Punkt auf die Stadt auswirken würde. Eichhorn bestätigte, dass sich seine Verwaltung an Böhlen gewandt habe, der Grundsatzbeschluss von dessen Seite aber abgewartet werden solle. Das Wort „Meldeamt“ fiel nicht.

Auf Nachfrage erklärte Röthas Rathauschef, mit der Umsetzung die kommunale Zusammenarbeit stärken und Synergieeffekte nutzen zu wollen. „Wie jedoch konkret mit den Mitarbeitern verfahren wird, muss noch geklärt werden“, sagt er. Zunächst einmal wolle man die Antwort aus Böhlen abwarten. Gute Erfahrungen mit einem solchen Zusammenschluss jedenfalls gebe es schon. Seit 1. Januar 2017 ist die Gemeinde Neukieritzsch für die standesamtlichen Aufgaben von Böhlen und Rötha zuständig.

Von Julia Tonne

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