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Böhlen will Sozialarbeiter für die Grundschule

Verwaltungsausschuss Böhlen will Sozialarbeiter für die Grundschule

Die Stadt Böhlen will ab dem kommenden Schuljahr 2018/2019 eine Stelle für die Schulsozialarbeit auch an der Grundschule einrichten. Darauf hat sich am Dienstagabend der Verwaltungsausschuss verständigt. Böhlen wäre in dieser Hinsicht Vorreiter.

Bei Konflikten an Schulen helfen unter anderem Schulsozialarbeiter. Böhlen wünscht sich eine solche Stelle für die Grundschule.

Quelle: Dpa

Böhlen. Die Stadt Böhlen will ab dem kommenden Schuljahr 2018/2019 eine Stelle für die Schulsozialarbeit auch an der Grundschule einrichten. Darauf hat sich am Dienstagabend der Verwaltungsausschuss verständigt. Zuvor hatte Ingrid Tietze, Leiterin der Grundschule Pfiffikus, dem Gremium die Notwendigkeit erläutert. Damit würde Böhlen eine Lücke zwischen Kindergarten und der Oberschule schließen.

„In der Oberschule gibt es bereits eine Schulsozialarbeiterin und im Kindergarten werden die Kinder von Anfang an genau beobachtet und gefördert, in der Grundschule aber gibt es ein solches Angebot nicht“, begründete Tietze ihren Antrag bei der Stadt. Allerdings habe sich so manches Verhalten bis zur fünften Klasse so dermaßen verfestigt, dass die Arbeit mit dem entsprechenden Schüler in der Oberschule dann schwieriger werde. Zumal eine Grundschule vor immer größeren Herausforderungen stehe. „Unsere Lehrer schaffen es nicht alleine, Wissen zu vermitteln und zudem Probleme und Konflikte zu lösen“, sagte Tietze. Denn schon in der Elternschaft gebe es gravierende Unterschiede, „wir erreichen nicht jeden oder stoßen auf taube Ohren“. Dabei sei die Entwicklung der Sozialkompetenz von großer Bedeutung für das Lernen in der Grundschule.

Auch Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) ist der Idee der früheren Förderung nicht abgeneigt. „Wenn Probleme auftauchen, müssen sie frühzeitig behoben werden, das sollte bereits im Grundschulalter gelingen und würde die Schulsozialarbeit an der Oberschule entlasten“, machte er deutlich. Allerdings muss die Stadt dann auch in ihre eigene Tasche greifen, um die Finanzierung zu gewährleisten. Denn bisher ist es in Sachsen so geregelt, dass lediglich in den Grundschulen in den Zentren wie Borna, Grimma und Markkleeberg die Schulsozialarbeit gefördert und finanziert wird. Sonst profitieren nur die weiterführenden Schulen davon. „Wir als Stadt haben den Antrag an das Landratsamt gestellt, eine solche Stelle auch an der Grundschule zu fördern, er wurde jedoch abgelehnt“, erklärte Hauptamtsleiterin Petra Kühn.

Nun hofft Böhlen auf eine andere Variante: Sollte der Freistaat wie angedacht die Finanzierung der Schulsozialarbeit an den Oberschulen komplett übernehmen – bisher teilen sich Land, Landkreis und Kommune die Kosten –, wäre der kommunale Anteil frei, der dann in die Finanzierung der Schulsozialarbeit an der Grundschule fließen könnte. Angestellt wäre die Sozialpädagogin – eine bestimmte haben Schule und Stadt bereits im Blick – dann über den Verein Wegweiser, der schon jetzt Arbeitgeber für die Schulsozialarbeiterin der Oberschule ist. Böhlen würde seinen Eigenanteil dann beisteuern.

„Wir wollten Ihnen das schon einmal vorstellen, weil es ja auch Auswirkungen auf den Haushalt 2018 hätte“, betonte Kühn gegenüber dem Verwaltungsausschuss. Von Seiten des Ausschusses gab es keine Einwände. Einstimmige Meinung war vielmehr: „Das ist der richtige Weg, das Vorhaben kann ich nur begrüßen“, wie Mirko Altmann von der SPD-Fraktion stellvertretend erklärte.

Von Julia Tonne

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