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Borna Böhlen will sich Breitband-GmbH des Kreises anschließen
Region Borna Böhlen will sich Breitband-GmbH des Kreises anschließen
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14:34 31.07.2018
Glasfaserkabel sollen demnächst nicht nur mehr im Verteilerkasten enden, sondern direkt in den Häusern. Quelle: Jan Woitas/dpa
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Böhlen

Der Breitbandausbau im Vectoring-Verfahren ist in Böhlen abgeschlossen, lediglich der Stadtteil Großdeuben fehlt noch. Weil aber auch die Vectoring-Technologie noch ausbaufähig und verbesserungswürdig ist, soll nun FTTH ( „Fiber to the home“ – Glasfaser bis ins Haus) ins Spiel kommen. „Um das bei uns umzusetzen, werden wir uns als Stadt dafür beim Landkreis einklinken“, sagt Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos).

GmbH soll Breitbandausbau kreisweit koordinieren

Wie die LVZ berichtete, strebt Landrat Henry Graichen (CDU) eine Koordinierung des Internetausbaus über das Landratsamt an und will dafür eine eigenständige GmbH gründen. Diese solle für alle interessierten Kommunen den Ausbau angehen – Fördermittel beantragen, Leitungen verlegen, einen Betreiber suchen. Das sind aber nicht die einzigen Vorteile für die sich beteiligenden Kommunen: Eigenmittel, um FTTH umzusetzen, fallen nicht an, da das Land Sachsen erklärt hatte, den kommunalen Anteil der Gemeinden vollständig zu übernehmen.

Für Böhlen ein riesiger Schritt

FTTH ergänzt sozusagen die Vectoring-Technologie, die Glasfaserkabel enden nicht mehr im Verteilerkasten (von dort wiederum werden für gewöhnlich die Daten via Kupferkabeln in die Häuser gebracht), sondern sollen – wie der Name schon sagt – direkt im Haus enden. „Das wäre für Böhlen ein riesiger Schritt in Richtung Internetversorgung“, macht Berndt deutlich. Derzeit – also mit Vectoring – liege die Datenrate für Downloads bei etwa 50 bis 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde, bei Uploads schaffe das Verfahren lediglich ungefähr 30 Mbit. „Mit FTTH sind deutlich höhere Werte zu erzielen“, erklärt der Rathauschef.

ab 2019 wird kommunaler Breitbandausbau über Kreise gesteuert

Doch unabhängig von der neuen Entwicklung: Großdeuben solle im nächsten Jahr per Vectoring an das schnelle Internet angebunden werden – und später dann die Ergänzung FTTH erhalten. Wann allerdings in Böhlen – und in den anderen teilnehmenden Kommunen – die neueste Technologie Anwendung findet, ist noch unklar. Zunächst einmal müsse der Landkreis eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie abwarten. Trotzdem drückt Graichen auf das Gaspedal. Ab 1. Januar 2019 solle laut Landrat der kommunale Breitbandausbau in Sachsen über die Landkreise laufen. Deshalb stünden das Thema Breitband und eine mögliche GmbH nach der Sommerpause auf der Tagesordnung der Landkreis-Gremien.

Von Julia Tonne

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