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Böhlener CDU will Teile des Parks vor Kulturhaus als Baugrundstücke ausweisen

Antrag Böhlener CDU will Teile des Parks vor Kulturhaus als Baugrundstücke ausweisen

Um weitere Bauplätze in Böhlen zu schaffen und gleichzeitig Einnahmen zu erzielen, hat die CDU-Fraktion den Antrag eingebracht, Flächen entlang der Ein- und Ausfahrt zum Kulturhaus sowie zwischen dem ASB Seniorenheim „Am Park“ und der Leipziger Straße als Baugrundstücke auszuweisen. Allerdings sind die Erfolgschancen dafür minimal.

Der CDU-Antrag in Böhlen sieht vor, Teile des Parks vor dem Kulturhaus zu erschließen und als Baugrundstücke zu verkaufen. Der Parkplatz sollte vergrößert werden.

Quelle: Julia Tonne

Böhlen. Um weitere Bauplätze in der Stadt Böhlen zu schaffen und gleichzeitig Einnahmen zu erzielen, hat die CDU-Fraktion den Antrag in den Stadtrat eingebracht, die Flächen entlang der Ein- und Ausfahrt zum Kulturhaus sowie zwischen dem ASB Seniorenheim „Am Park“ und der Leipziger Straße als Baugrundstücke auszuweisen. Abgeneigt waren auch die anderen Fraktionen von der Idee nicht, allerdings sind die Erfolgschancen minimal.

„Das Landesamt für Denkmalpflege hat uns mitgeteilt, dass es wohl keine Aussicht auf Genehmigung geben wird“, hatte Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) während der vergangenen Sitzung erklärt. Die Stadt habe beim Landratsamt eine Anfrage gestellt, ob das Vorhaben einen Bauantrag lohne. Doch in der Antwort hieß es, das Amt für Denkmalpflege habe mitgeteilt, dass der Park und das Kulturhaus als eine Einheit anzusehen seien und der Kulturpark als Gartendenkmal gelte. Eine mögliche Bebauung würde die Zerstörung dieser Einheit bedeuten.

Mirko Altmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion, befürwortete den Antrag. Da jedoch die Erfolgsaussichten für das gesamte von der CDU vorgelegte Konzept nur gering seien, schlug er vor, die Flächen einzeln abzufragen. „Wir haben es schon punktuell versucht“, machte Berndt deutlich. Vor allem habe es Hoffnung für das Areal zwischen Seniorenheim und Leipziger Straße gegeben, denn schließlich gab es für das Heim, das im Park entstanden ist, kurz nach der Wende eine Ausnahme.

Konkret sieht der Antrag der Christdemokraten vor, die Flächen entlang der Ein- und Ausfahrt zum Kulturhaus zu erschließen und die Grundstücke zu veräußern, auch das Areal zwischen Senioreneinrichtung und Leipziger Straße könnte an Häuslebauer verkauft werden. Doch der Plan geht noch weiter. Wie Jörg Wiltschko erläuterte, schlägt die CDU außerdem vor, den Parkplatz vor dem Kulturhaus deutlich zu vergrößern. „Mittig der dann noch zur Verfügung stehenden Rasenfläche sollte ein Flachspringbrunnen entstehen, in dem das Überlaufbecken des alten Springbrunnens mit integriert werden kann“, erklärt er. Mehrere Vorteile sieht die Fraktion in ihrem Anliegen. Nicht nur, dass weitere Bauplätze in der Stadt geschaffen werden könnten, denn die sind rar, „mit den zu erzielenden Einnahmen können zudem investive Maßnahmen durchgeführt werden“. Im Fokus steht für die Fraktion dabei, die Einnahmen unter anderem für die Erneuerung des Parks und für das Kulturhaus selbst zu nutzen.

Das gesamte Parkareal umfasst in etwa eine Fläche von rund fünf Hektar. „Durch Verkleinerung der zu pflegenden Flächen kommt es auch zur wirtschaftlichen Verbesserung der Stadt“, ist sich Wiltschko sicher. David Laux (SPD), ebenfalls nicht abgeneigt, das Thema weiter zu verfolgen, schlug eine Vor-Ort-Begehung mit den Verantwortlichen des Denkmalschutzes vor. „Sinnvoll wäre es, wenn sich die Denkmalpfleger das Areal ansehen würden, zumal es ja für das Seniorenheim schon einmal eine Sondergenehmigung gab“, begründete er. Das fand auch die Zustimmung aller andern Stadträte, weshalb jetzt die Einladung an das Landesamt rausgehen soll. „Das Gesamtambiente werden wir sicherlich nicht bekommen“, erklärte Berndt abschließend, aber die Begehung sei ein Versuch wert, um wenigstens punktuell Erfolg zu haben.

Für Kulturhausleiterin Christiane Fuhrmann „sollte das Flächendenkmal auch eines bleiben“. Allerdings sei das Interesse groß, die Parkplätze zu erweitern und vor allem zu sanieren. Denn mit der steigenden Zahl der Veranstaltungen seien mehr Stellflächen nötig.

Von Julia Tonne

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