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Borna Böhlener Immobilie versteigert
Region Borna Böhlener Immobilie versteigert
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16:15 02.08.2010
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Böhlen

Mit Erfolg.

Seit der Schließung der Schule war es um das Gebäude recht still geworden. Der Landkreis Leipzig versuchte einiges, um die verwaiste Immobilie - ein unangenehmer Kostenfaktor - zu veräußern. Zunächst vergebens (die LVZ berichtete). „Unser Aufwand lief ins Leere", erklärte Dietmar Dathe im Landratsamt auf Anfrage der LVZ. Es gab trotz einiger Besichtigungen keine ernsthaften Kaufinteressenten. Und so entschied sich der Kreis für „den letzten Weg" - die Versteigerung. „Wir hätten es gern auf anderem Weg an den Mann gebracht", sagte Dathe.

In der Sommerauktion der Sächsischen Grundstücks-Auktionen AG wurde das Objekt am 5. Juni angeboten: zum Einstiegspreis von 25 000 Euro. Letztlich ging es für 106 000 Euro an ein Unternehmerehepaar aus der Region. Die neuen Eigentümer wünschen dem Vernehmen nach keine Öffentlichkeit. Was sie mit der Immobilie vorhaben, ist nicht bekannt.

Nach Angaben des Landratsamtes hatte die Landesdirektion Leipzig ihre generelle Zustimmung zur Versteigerung im Vorfeld gegeben. „Eine nachträgliche Genehmigung war entbehrlich, da der Auktionserlös nicht mehr als 30 Prozent unter dem ermittelten Verkaufswert von 150 000 EUR liegt", teilte Petra Kläffling aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Landratsamt mit. Eine Übergabe des Hauses erfolge erst mit der Erledigung notarieller Formalitäten und der Zahlung des Kaufpreises. Die Frist ist noch nicht abgelaufen, so die Behörde. „Wir sind mehr als froh", erklärte Dathe nach dem Verkauf.

Die Schule war nach Ende des Schuljahres 2006/2007 geschlossen worden. Seither fristete das 1954 erbaute Gebäude ein verwaistes Dasein. Die Beschlüsse zur Veräußerung wurden mehrfach veröffentlicht - letztlich aber ohne greifbares Ergebnis. Anfragen potenzieller Interessenten habe es zwar immer wieder gegeben, sie sprangen nach Begehungen vor Ort allerdings wieder ab (die LVZ berichtete). Eine mögliche Ursache dafür könnte in der nicht ganz unproblematischen Nachnutzung liegen. Das ehemalige Schulhaus liegt mitten im Wohngebiet - ein Bereich, der beispielsweise jedwede gewerbliche Nutzung mit Lärm- und Schmutzbelästigung ausschließt.

Nach Bekanntwerden der Versteigungsambitionen des Landkreises im Februar diesen Jahres hatte Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff generell beklagt, dass die Stadt bei solchen Auktionen keinerlei Einfluss auf Käufer und deren Absichten habe. Im schlechtesten Fall könne es zu negativen Entwicklungen kommen, die in der Stadt nicht erwünscht sind. Anderenfalls seien Enttäuschungen der Investoren möglich, wenn sie vorab im Unklaren gelassen werden, was mit der Immobilie machbar ist und was nicht.

Saskia Grätz

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