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Borna Böhlener Jugendforum stellt Stadtrat Projekte vor
Region Borna Böhlener Jugendforum stellt Stadtrat Projekte vor
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17:02 30.11.2018
Vertreter des Jugendforums (im Hintergrund) erleben eine Stadtratssitzung mit. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

„Alte Hasen“ und Nachwuchs der Politik sind am Donnerstag ins Gespräch gekommen: Der Böhlener Stadtrat hatte das Jugendforum zur Sitzung eingeladen und ließ sich über die Arbeit des Gremiums informieren. Gemeinsame künftige Vorhaben standen genauso auf der Agenda wie der Wunsch nach einem Jugendclub.

Seit mittlerweile sieben Monaten bringt das Jugendforum – begleitet von der Markkleeberger Stadträtin Maria Dießner sowie Marcus Stöver – „neue Impulse“ in die Stadt, wie es Reinhard Eisold, Vorsitzender der CDU-Fraktion, formulierte. In der kurzen Zeit ist laut Dießner unglaublich viel erreicht worden. Acht Jugendliche aus der achten, neunten und zehnten Klasse der Oberschule konnten unter anderem ein erstes Projekt umsetzen: einen Open-Air-Kinoabend im Kulturpark. Und der war trotz heftigen Regens gut besucht. Schließlich hatte der politische Nachwuchs an alles gedacht, eben auch an ein Zelt.

Jugendliche wollen Grillplatz schaffen

Doch damit fing die Arbeit des Gremiums eigentlich erst an. Es folgten zwei Tage in der Oberschule, an denen mit Schülern über die Vermeidung von Plastikmüll gesprochen wurde. Es schloss sich außerdem eine Fachtagung mit Vertretern aus etlichen Kommunen an, bei der eine verstärkte Beteiligung von Jugendlichen in der Kommunalpolitik im Fokus stand.

Nun stehen die nächsten Ideen und Projekte an: Den Jugendlichen schwebt unter anderem die Schaffung eines Grillplatzes in Böhlen vor, außerdem interessieren sie Besuche in Land- und Bundestag. Ihnen geht es darum, weitere Freizeitangebote in Böhlen zu entwickeln, das Stadtbild aufzuwerten und bei schulischen (Bau-)Vorhaben mitzuentscheiden.

Stadtrat lobt Engagement des Forums

Die drei Jugendlichen Emilia, Paula und Paul fragten während der Sitzung Stadträte und Verwaltung, welche Erwartungen diese an das Jugendforum haben Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) antwortete, er würde die angehenden Nachwuchspolitiker gern in einigen Jahren im Stadtrat sehen. „Hochachtung, was Ihr schon auf die Beine gestellt habt“, sagte er.

Auch Jörg Wiltschko von der CDU-Fraktion machte deutlich, dass die Stadt das Engagement der jungen Leute braucht. Das Jugendforum habe in der kurzen Zeit seines Bestehens schon eine unglaublich große Dynamik entwickelt. Mirko Altmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion, gab den Jugendlichen den Rat auf den Weg, alles zu denken und zu sagen, was sie bewege.

Junge Leute wünschen sich Jugendclub

Paul nutzte den Hinweis quasi als Steilvorlage und fragte in die Runde, ob denn nicht ein neuer Jugendclub geschaffen werden könne. Ende 2016 war der Club Abri geschlossen worden, nachdem sich der Trägerverein aufgelöst hatte. Der Rathauschef versprach, sich in den nächsten Wochen Gedanken darüber zu machen: „Das Ansinnen ist berechtigt“.

Auch wenn sich dieses Anliegen noch etwas hinziehen könnte, so geht es im nächsten Jahr für das Jugendforum weiter. Laut Dießner ist der Folgeantrag zur Finanzierung beim „Weltoffenen Sachsen für Demokratie und Toleranz“ eingereicht. Zudem erklärte Hauptamtsleiterin Petra Kühn, dass für das Jugendforum im Haushalt für das kommende Jahr ein „kleiner Beitrag“ eingeplant ist.

Neue Stadträtin und ein Feuerwehreinsatz

Neu im Stadtrat ist seit Donnerstag die Böhlenerin Kathrin Dichtl. Sie ist eine Nachrückerin für CDU-Stadtrat Oliver Greischel und wurde anfangs der Sitzung von Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) vereidigt.

Etwas hektisch endete die Sitzung für die Abgeordneten Wolfgang Kramer und Stefan Zschoch (beide SPD). Als in Böhlen die Sirene ertönte, machten sich die zwei Feuerwehrmänner auf den Weg zum Einsatz. Der stellte sich glücklicherweise als recht harmlos heraus. Marcel und Susann Straube hatten die Kameraden in die Joseph-Haydn-Straße gerufen, weil seit Stunden eine Katze im Baum saß und unentwegt miaute. Doch als sich ein Kamerad per Leiter zur Baumspitze hinaufarbeitete, nahm der Vierbeiner Reißaus und sprang selbst herunter.

Von Julia Tonne

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