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Borna Böhlener Jugendliche sollen sich politisch einmischen
Region Borna Böhlener Jugendliche sollen sich politisch einmischen
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00:31 30.03.2018
Als Beispiel für gelungene Jugendbeteiligung wird das Kijupa in Borna zitiert, das Geschichtliches zu Martha Schrag aufgearbeitet hat. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

In Böhlen soll die Jugend zukünftig mehr mitreden dürfen, wenn es um deren Belange geht. Nach dem Vorbild des Kinder- und Jugendparlaments (Kijupa) in Borna könnte in diesen Wochen ein Jugendforum entstehen, das kommunale Abläufe genauso kennen lernen wie eigene Projekte umsetzen soll.

Entscheidung für Böhlen

Die Idee dazu stammt vom Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig, der mehrere Städte und Gemeinden angeschrieben hatte, sich letztlich aber für Böhlen entschied. „Das Rathaus hier hat sich dem Vorhaben gegenüber besonders offen gezeigt“, begründet Maria Dießner, die einst selbst in einem Jugendparlament gewirkt hat und mittlerweile im Markkleeberger Stadtrat sitzt.

Und weil das Ganze nicht auf die lange Bank geschoben wird, geht es bereits am Mittwoch los. Dießner ist beim Schülerrat der Oberschule zu Gast, um das Projekt vorzustellen und Jugendliche zu finden, die durchaus politische Ambitionen hegen. Ihre Hoffnungen sind jedenfalls groß, „auch von der Schule gab es schon positive Rückmeldungen“.

Allerdings will Dießner den Zugang zunächst einfach gestalten, eine Wahl, wie es sie in Borna gibt, sei nicht angedacht. Wer mitmachen will, kann kommen.

Gründungstreffen im April geplant

Gleich mehrere Ziele will der Kinder- und Jugendring damit erreichen. Zum einen profitieren die Schüler selbst davon, indem sie demokratische Handlungskompetenzen lernen und selbstständig Projekte in Angriff nehmen, zum anderen werden die Kommunen für die Wünsche und Vorstellungen der Jugend sensibilisiert.

Laut Dießner sei ein Gründungstreffen für April geplant, über das Jahr verteilt stünden Workshops, Besuche der Böhlener Stadtratssitzung und Ausflüge zum Land- oder Bundestag auf dem Plan. Finanziert wird das gesamte Vorhaben zunächst einmal für ein Jahr über das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ des Freistaates Sachsen.

Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) hofft jedoch, dass die Jugend auch darüber hinaus aktiv wird und sich einmischt. Eine weitergehende Finanzierung über den Haushalt müsse nach dem Projekt mit dem Stadtrat diskutiert werden.

Bornas Kinder- und Jugendparlament ist Vorbild

Als gelungenes Beispiel für Jugendbeteiligung in der Kommune führt Dießner das Kinder- und Jugendparlament in Borna an. Das hat erst kürzlich ein Projekt zur Bornaer Künstlerin Martha Schrag umgesetzt, um Geschichtliches aus der Großen Kreisstadt in den Fokus zu rücken. Eine weitere Möglichkeit, um sich Gehör zu verschaffen, war eine Postkartenserie mit Denkanstößen, die verschickt werden konnten.

Von Julia Tonne

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