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Borna Böhlener Oberschüler satteln die Pferde
Region Borna Böhlener Oberschüler satteln die Pferde
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00:31 19.06.2015
Lisa (von links), Nena, Lena und Anna sind einige der jungen Reiterinnen, die als Ganztagsangebot reiten bei Eckhard Landgraf lernen. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Sie haben das große Glück, Reiten als Ganztagsangebot (GTA) nutzen zu können.

Seit einem Schuljahr bietet die Oberschule dieses GTA an. "Das ist schon ungewöhnlich, ich kenne sonst keine Schulen hier im Dreh, die so etwas auch haben", sagt die Lehrerin Heike Larkowski. Dabei sei ihr und ihren Kollegen gerade wichtig, Kinder und Jugendliche an die Natur heranzuführen. "Pferde und Reiten sind einfach gute Zugmittel, um Schüler für Natur und Tiere zu begeistern", ergänzt Landgraf, auf dessen Hof sich derzeit 16 Pferde tummeln, darunter zwei Fohlen.

Sechs gut ausgebildete Vierbeiner stehen jeden Montag ab 15 Uhr für die GTA-Kinder bereit. Doch vor dem Vergnügen geht es an die Arbeit, denn die Tiere müssen nicht nur bewegt werden, sondern auch geputzt und gesattelt. Zudem wartet auch im Stall und auf der Koppel noch Arbeit auf die jungen Reiter. Vier Reitlehrer stehen anschließend abwechselnd auf dem Platz, um Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Und wenn es das Wetter nicht zulässt, sind die Mädchen und vereinzelten Jungen in Wald und Flur unterwegs, um Bäume zu pflanzen, Junghirsche zu beobachten, die gerade erst zur Welt gekommen sind, und Pflanzen zu bestimmen. "Das Angebot nennt sich zwar Reiten, ist aber breit gefächert, um eben auch die Themen Natur- und Umweltschutz zu vermitteln", erklärt Larkowski. Derzeit nutzen zehn Kinder ab der fünften Klasse das GTA in Neukieritzsch. Die Nachfrage war natürlich bei den ersten zwei, drei Malen deutlich größer, "aber manche schrecken dann zurück, wenn sie auch mit anpacken müssen".

Die Reitstunde einmal in der Woche ist für die Schüler kostenlos, viele von ihnen sind aber zusätzlich Mitglied im Verein Sportfreunde Neukieritzsch, zu dem die Sparte Reiten gehört. "So komme ich häufig auf's Pferd und kann regelmäßig trainieren", sagt die 16-jährige Anna. Sie hat das GTA gewählt, "weil ich gerne mit Tieren umgehen wollte und nicht mit Gegenständen". Andere Angebote wie Hausaufgabenbetreuung und Ballspielarten liegen ihr nicht sonderlich. Landgraf hingegen freut sich, dazu beitragen zu können, dass die Kinder von PC und Spielekonsolen wegkommen. "Viele von ihnen wissen nur noch sehr wenig über Pflanzen und Tiere", begründet er sein Engagement. Dabei sei gerade das ein Thema, das im Mittelpunkt stehen sollte. "Nur wer Natur kennt, kann sie auch schützen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2015
Julia Tonne

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