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Borna Böhlener Tanzgruppen brennen ein Farben-Feuerwerk ab
Region Borna Böhlener Tanzgruppen brennen ein Farben-Feuerwerk ab
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12:24 03.04.2017
Vom ersten Takt an waren die Böhlener Tanzgruppen bei der Sache. Quelle: Gislinde Redepenning
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Böhlen

Kaum noch ein freier Parkplatz bis zur Leipziger Straße, ausverkaufter Saal, viel Applaus und Zugabe-Rufe schon beim dritten Stück – das schaffen im Kulturhaus Böhlen nur die ganz großen Stars. Und die Mitwirkenden am Jahreshöhepunkt der Tanzgruppe Böhlen der Musik- und Kunstschule Ottmar Gerster.

„Let’s Dance“ ist das große Spektakel überschrieben. Mit diesem Titel assoziieren Fernsehzuschauer eigentlich die RTL-Tanzshow. Abgekupfert haben die Böhlener aber nicht. Im Gegenteil: „Wir haben damit nichts zu tun. Uns gibt es schon viel länger“, schmunzelt Simone Viereder.

Die Tanzpädagogin, mit Ilka Demmler für Choreografie und Einstudierung zuständig, bringt am Sonntagnachmittag rund 100 Tänzer aus neun verschiedenen Gruppen auf die Bühne. Die kleinsten sind gerade einmal vier Jahre alt, die ältesten 26. „Farben-Feuerwerk“ heißt das Motto. Ein Feuerwerk an Farben, Formen, Musik und Rhythmen brannte tatsächlich auf der Bühne ab. Sie schwebten übers Parkett, sie hüpften, sprangen, liefen und drehten Pirouetten. Von Volkswaisen bis Rock und Pop, vom Kinderlied bis zur Ballettmusik bedienten sich die Tänzer der verschiedensten Genres für ihre Vorführungen, bewiesen bei ihrem enormen Repertoire viel Wandlungsfähigkeit.

Moderatorin Franziska Köst, die als ehemalige Tänzerin der Gruppe verbunden geblieben ist, führte als Malerin durch das Programm und erzählte, wie der wallonische Kindertanz nach Böhlen kam. Den haben zwölf Mitglieder der zwei Jugendtanzgruppen mit nachhaltigen Impressionen und Inspirationen aus dem belgischen Namur mitgebracht, im letzten Jahr Veranstaltungsort der 53. Europeade, dem größten europäischen Folklore-Festival. „In diesem Jahr findet die Europeade im finnischen Turku statt, da wollen wir sehr gerne hin“, verriet Viereder. „Weil das noch ein Stück teurer wird, als unsere Reise nach Belgien, sammeln wir am Ausgang dafür.“

Simone Viereder hatte sich schon um die Mittagszeit aufgemacht, um alles vorzubereiten. In der Ruhe vor dem Sturm, bevor die ersten kleinen Künstler zum Schminken fürs Bühnenlicht erscheinen, überdachte sie noch einmal ihre Aufgaben. Bis zum großen Finale war sie für den Vorhang zuständig. Ganz nebenbei standen vielerlei Kleinigkeiten an, vom Strumpf, der nicht richtig saß, bis zur verlorenen Haarspange. Dabei konnte sie dem großen Auftritt ruhig entgegenblicken: „Bei der Generalprobe hat alles gut geklappt.“ Mit den Kindern auf der Bühne passierten immer mal kleine Patzer. „Das macht den Zuschauern aber nichts aus, die Eltern sind immer stolz auf ihren Nachwuchs, und schließlich sind wir weder Profis noch Perfektionisten.“ Begeisterung pur herrschte im Publikum, als die Tanzzwerge als „Äpfelchen“ oder „Lustige Hampelmänner“ die Bühne betraten. Die ganz Kleinen bekamen sogar den größten Applaus.

Von Gislinde Redepenning

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