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Borna Böhlener errinern sich an Anekdoten von Boxkämpfen und Pionierlagern
Region Borna Böhlener errinern sich an Anekdoten von Boxkämpfen und Pionierlagern
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00:21 19.10.2017
Die ehemaligen Schüler der Polytechnischen Oberschule „Georgi Dimitroff“ in Böhlen um Organisatorin Christel Thiele (vorne re.) und Lehrerin Anita Buhr (vorn, 3. von re.)  Quelle: Wolfgang Riedel
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Böhlen

 26 ehemalige Böhlener Oberschüler der Geburtsjahrgänge 1946/47 kamen am Sonnabend unter Regie ihrer Klassenkameradin Christel Thiele in der Böhlener Bowlingbahn „Strike In“ zusammen, um einem reichlichen Gedankenaustausch über die Zeit an der Oberschule „Georgi Dimitroff“ von 1953 bis 1963 zu frönen. Gleich zu Beginn überreichte Cheforganisatorin Thiele nach Begrüßungsworten der 91-jährigen ehemaligen Klassenlehrerin Anita Buhr einen Blumenstrauß.

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Die 70 beziehungsweise 71 Jahre alten Teilnehmer des Klassentreffens reisten teils von weither an. Eckhardt Kusche und Gudrun Weber kamen unter anderem aus Berlin, Regina Regetz aus dem nordrhein-westfälischen Hamm und Margit Laube aus dem bayrischen Hohenpolding.

In vielen Gesprächen schon beim Kaffeetrinken erinnerte man sich an so einige heitere Episoden aus dem Schul- und Privatleben. Diesbezüglich bot der Straßen- und Tiefbaumeister Karl-Heinz Nitzschke jede Menge Erzählstoff aus seinem zehnjährigen Einsatz beim Bau der Erdgastrasse in der Sowjetunion. „Und Karl-Heinz war bei jedem Fußballausscheid an der Schule ein unverzichtbarer Torschütze“, ergänzte der Kitzscheraner Manfred Dippold, der immer noch als Mitarbeiter der Pressnitztalbahn auf einem Stellwerk in Espenhain tätig ist.

Eben dieser erinnerte an eine weitere Geschichte: Zusammen mit Freunden hatte er seinen Mitschüler Rainer Tonczack in den Schrank gesperrt. Der konterte, dass es im Anschluss einen „harten Boxkampf“ gegeben habe. Unter der Schar der laut lachenden Senioren war auch die Leipzigerin Ursula Kiesewetter, die noch heute vom Pionierlager in Dranske auf der Insel Rügen schwärmt. „Ein straffes Donnerwetter verpassten uns unsere Eltern, als ich mit meinem Freund Karl-Heinz Worm in der sechsten Klasse statt in die Schule zum Leipziger Hauptbahnhof tippelte, um eine Westreise zu unternehmen“, warf Fritz Bensch ein. Sofort hatte auch der Böhlener die Lacher auf seiner Seite.

Obwohl der Jurist Norbert Urban nur während der ersten beiden Schuljahre der Klasse angehörte, kommt er immer wieder mit Vorliebe aus dem nordrhein-westfälischem Bergheim zu den regelmäßigen Klassentreffen nach Böhlen. Besonders nun zu dem diesjährigen, das ganz im Zeichen „64 Jahre Schulanfang“ stand.

Derweil positionierte sich eine Ehemaligengruppe um Klassenfotos, die unter anderem auch von Schulausflügen kündeten. Gern erinnerte man sich dabei an Lehrer wie den 92-jährigen Claus Kaufmann und den Pädagogen Günter Männig, der zudem als DDR-Oberligaschiedsrichter fungierte.

Von Wolfgang Riedel

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