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Böhlens Kulturhausleiterin: Ausrichtung auf neue Medien steht im Fokus

Interview Böhlens Kulturhausleiterin: Ausrichtung auf neue Medien steht im Fokus

Seit mittlerweile zweieinhalb Monaten ist Christiane Fuhrmann die neue Geschäftsführerin des Böhlener Kulturhauses. Vor welchen Herausforderungen sie steht, was sie verändern will und wie neue Besucher ins Haus gelockt werden können, erklärt die 39-Jährige im Interview.

Christiane Fuhrmann ist seit zwei Monaten Geschäftsführerin des Böhlener Kulturhauses. Das steht in den nächsten Monaten vor einigen Herausforderungen.
 

Quelle: Julia Tonne

Böhlen.  Seit mittlerweile zweieinhalb Monaten ist Christiane Fuhrmann die neue Leiterin des Böhlener Kulturhauses. Vor welchen Herausforderungen sie steht, was sie verändern will und wie neue Besucher ins Haus gelockt werden können, erklärt die 39-Jährige im Interview.

Sie sind nun seit einigen Wochen Geschäftsführerin des Kulturhauses. Was haben Sie mit Beginn Ihrer neuen Tätigkeiten vorgefunden?

Ich habe eine überregional einzigartige Einrichtung übernommen, die ein vielfältiges, interessantes und auf unterschiedliche Altersgruppen ausgerichtetes Kulturangebot bietet; nicht nur lokal bezogen, sondern weit über die Region hinaus. Zudem bin ich in ein sehr engagiertes Team eingetreten und froh, nunmehr ein Teil dieses Teams sein zu können.

Welche Veranstaltungen haben Sie selbst in den vergangenen Wochen besucht?

Für mich ist es selbstverständlich und auch erforderlich, jede stattfindende Veranstaltung zu begleiten und ich freue mich besonders, die Besucher des Kulturhauses Böhlen zu Veranstaltungen persönlich zu begrüßen. Damit stärken wir auch die Bindung zu dem Haus, das ja ein wesentlicher Bestandteil der Freizeitgestaltung der Böhlener und Besucher aus der Umgebung ist.

Sie hatten dem Stadtrat gesagt, einiges im Haus auf den Prüfstand stellen zu wollen. Was meinten Sie genau damit?

Zum einen sehe ich es als meine Aufgabe, interne Abläufe nach Möglichkeit zu optimieren. Beispielsweise sind damit Wartungsverträge und ähnliches gemeint. Auf der anderen Seite steht die strukturierte Verfeinerung des Marketingkonzeptes an, hier insbesondere die Ausrichtung auf neue Medien. Das ist vor allem eine strategische Entscheidung vor dem Hintergrund der Erweiterung der Zielgruppe. Um neue Zielgruppen anzusprechen, müssen wir auch verstärkt mit den sozialen Netzwerken arbeiten.

Welche Möglichkeiten bestehen außerdem, gerade auch junge Leute für die Angebote im Kulturhaus zu begeistern?

Wir werden sicherlich das Kabarett weiter ausbauen. Das wird bisher so gut angenommen, dass einige Veranstaltungen ausverkauft sind. Damit ist das Kulturhaus auch eine gute Alternative zu Leipzig. Eines meiner Ziele ist es zudem, den Jazz-interessierten Bürgern der Region in naher Zukunft Angebote zu unterbreiten. Dass wir junge Besucher an uns binden, ist auch deshalb wichtig, weil sie mit dem Haus sozusagen mitwachsen und uns lange als Gäste treu bleiben.

Wie sehen die Herausforderungen für die kommenden Monate aus?

Eine der größten Herausforderungen besteht in der finanziellen Absicherung des Kulturhauses Böhlen unter Beibehaltung und vor allem auch Erweiterung der Vielfalt unserer Veranstaltungen. Denn die bisher institutionelle Förderung soll auf eine projektbezogene Förderung umgestellt werden. Welche Auswirkungen das letztlich haben wird, bleibt noch abzuwarten.

Eine weitere Herausforderung ist es, Einzelprojekte zu planen und umzusetzen. Gerade Projekte in Zusammenarbeit beispielsweise mit der Musikschule Ottmar Gerster oder mit dem Leipziger Symphonieorchester, für dessen Erhalt ich mich an dieser Stelle zum wiederholten Male deutlich ausspreche, stehen in nächster Zeit an. Hier müssen wir Gesamtpakete schnüren, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen.

Geben Sie bitte einen kurzen Ausblick auf die Highlights in diesem Jahr.

Was wieder sehr gut nachgefragt wird, ist die Theaterwoche für die Schulen im März. Freuen können sich Besucher am 20. Oktober auf die Kunstfigur Renate Bergmann (alias Torsten Rhode), die in sozialen Netzwerken ihr Unwesen treibt. Die Academixer stehen am 3. Dezember auf der Bühne, außerdem gibt es zu den Weihnachtsfeiertagen das Ballett Schwanensee und am 29. Dezember das Kindermusical Dschungelbuch. Für nächstes Jahr hat schon Jürgen von der Lippe zugesagt, 2018 hoffen wir, Olaf Schubert wieder für einen Abend bei uns gewinnen zu können. Nicht zu vergessen natürlich die Anrechtskonzerte des Leipziger Symphonieorchesters.

Von Julia Tonne

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