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Borna Böhlens Traum wird wahr: Sporthalle kann gebaut werden
Region Borna Böhlens Traum wird wahr: Sporthalle kann gebaut werden
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00:18 22.05.2017
Es steht fest: Böhlen bekommt für den Neubau einer Sporthalle auf dem Schulgelände in der Lessingstraße Fördermittel. Quelle: Andreas Döring
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Böhlen

Böhlens Träume von einer neuen Zweifeldsporthalle könnten in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden. Wie Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) am Donnerstag bei der Stadtratssitzung verkündete, war der Fördermittelantrag nun endlich erfolgreich. „Wir bekommen die Fördermittel“, sagte er. Am Mittwoch, 31. Mai, komme Sachsens Innenminister Markus Ulbig persönlich nach Böhlen, um den Bescheid zu überreichen.

Vor zweieinhalb Jahren bereits hatte die Stadt die Weichen für eine neue Sportstätte gestellt, Hintergrund war der desaströse Zustand der Mehrzweckhalle gegenüber des Freibads. Diese war durch Starkregenfälle in den vergangenen Jahren und aufgrund des Alters so geschädigt, dass eine Sanierung wenig sinnvoll erschien. Weshalb sich der Rat auf einen Neubau verständigte und nach langer Diskussion auch den Standort festlegte. Im Mai 2015 fasste das Gremium – damals noch mit Bürgermeisterin Maria Gangloff – den Beschluss, die Halle auf dem Gelände in der Lessingstraße zu bauen. Dafür hatten sich im Vorfeld auch die Schulleitungen und Eltern ausgesprochen, mit der Begründung, eine Turnhalle gehöre nun mal zum Schulkomplex.

Ein erster Antrag bei der Sächsischen Aufbaubank auf Fördermittel war im vergangenen Jahr noch erfolglos geblieben, die Stadt wiederholte ihn daraufhin. Im April gab es dann erste Anzeichen, dass es diesmal klappen könnte, denn Berndt verkündete in der damaligen Sitzung zwei Eilentscheidungen. Die SAB hatte die Stadt aufgefordert, zusätzlich zum Antrag die Entwurfsplanungen und die Planungen für die Ausrüstung der Halle nachzureichen.

Baubeginn könnte laut Berndt im Frühjahr 2018 sein, Fertigstellung voraussichtlich 2020. Die Planungen liegen bereits vor, sie gehen von Gesamtkosten in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro aus. Förderfähig ist nur ein Teil der Summe, die Stadt selbst muss Eigenmittel in Höhe von 1,9 Millionen aufbringen. „Die Freude ist natürlich groß, dass es jetzt geklappt hat“, macht der Rathauschef deutlich. Auch wenn nicht alle bisherigen Planungen so umgesetzt werden könnten, weil sie schlicht nicht förderfähig seien. Das betrifft unter anderem eine angedachte Cafeteria. Diese wurde in einen Nebenraum geändert und soll zukünftig als Vereinszimmer genutzt werden. Auch in den Planungen vorgesehene Tribünenbereiche und Parkplätze mussten aus den förderfähigen Baukosten herausgerechnet werden. „Die Schaffung von Parkplätzen, zum Beispiel am Pestalozziplatz, betrachten wie als eigenständige Baumaßnahme, die die Stadt übernimmt“, erklärt Berndt.

Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen für die Sporthalle sind bereits abgeschlossen. So fiel das ehemalige Polytechnikum der Abrissbirne zum Opfer, auf dem Areal soll der Neubau entstehen. Die mit dem Abriss einhergehende Baustraße bleibt.

SPD und Linke lehnen Fraktionsgelder ab

Wenn auch die Nachricht des Böhlener Bürgermeisters über die Bewilligung der Fördermittel der wichtigste Tagesordnungspunkt der Sitzung war, so standen noch einige Beschlüsse zur Debatte. So gab der Stadtrat einstimmig grünes Licht für die Vergabe Tiefbau und Elektro für die Maßnahme „Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Straße des Friedens“. Während der Tiefbau mit knapp 68 000 Euro zu Buche schlägt, kostet der Teil Elektro etwa 44 000 Euro.

Ein anderer Beschlussvorschlag hingegen fand keine Zustimmung. Die CDU hatte den Antrag eingebracht, die Fraktionsgelder in Höhe von 300 Euro pro Jahr und pro Fraktion wieder einzuführen. Diese waren aufgrund der Haushaltskonsolidierung seit Februar 2016 ausgesetzt worden. CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Eisold begründete den Vorstoß damit, dass der Verzicht „zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit“ führe. „Es geht doch um Peanuts, wir bekommen sonst für unsere Arbeit keine materielle Unterstützung und müssen alles selbst anschaffen.“ Der Vorschlag kam beim SPD-Fraktionsvorsitzenden Mirko Altmann gar nicht gut an. „Ich kann es in keiner Weise nachvollziehen, dass man dadurch nicht arbeitsfähig wäre“, machte er deutlich. Die anderen Fraktionen könnten ja schließlich auch arbeiten. Letztlich wurde der Antrag mit den Stimmen von SPD und Die Linke mehrheitlich abgelehnt. Zumal laut Bürgermeister Dietmar Berndt der Haushalt für dieses Jahr bereits beschlossen sei. Frühestens könne darüber debattiert werden, wenn der Haushalt für das kommende Jahr besprochen werde.

Von Julia Tonne

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